Interview Ökonomenranking

„In der Finanzkrise musste man sich als Ökonom mehr schämen“

IHS-Chef Martin Kocher.
IHS-Chef Martin Kocher.Franz Gruber / KURIER / pictured
  • Drucken

Anfang 2021 müsse entschieden werden, ob es Sinn hat, Staatshilfen weiter zu verlängern, so IHS-Chef und Professor der Uni Wien Martin Kocher. Ein neuerlicher Lockdown wäre „fatal“.

Die Presse: Die erste Coronawelle führte zu einem wirtschaftlichen Einbruch von bis dahin ungeahntem Ausmaß, dem aber auch ein kräftiger Aufschwung folgte. Wie wird die Wirtschaft die anrollende zweite Coronawelle verdauen?

Martin Kocher: Das hängt sehr stark davon ab, welche Maßnahmen gesetzt werden, um die wirtschaftliche Aktivität einzuschränken. Ein zweiter Lockdown wäre fatal und hätte massive Auswirkungen. Ich glaube aber, dass man das gelernt hat und es schafft, dem Virus mit viel gelinderen Mitteln entgegenzuwirken. Wichtig ist aber auch die Auswirkung auf die Stimmung. Die war bei den Konsumenten im Sommer wieder sehr optimistisch. Das ist jetzt gefährdet. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:

Mehr erfahren

Ernst Fehr, der einflussreichste Ökonom in Österreich.
Ökonomenranking

Wer die einflussreichsten Ökonomen in Österreich sind

Wer hat Gewicht in Medien, Forschung und Politik? Hier sind die Ergebnisse des „Presse"-Ökonomenrankings 2020.
Margit Schratzenstaller: Die Ökonomin ist die bestplatzierte Frau im Ökonomenranking.
Ökonomenranking

Wieso Ökonominnen in der Minderheit sind

Die gläserne Decke gibt es auch für Ökonominnen. Woran es in der Regel scheitert.

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.