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Im Sommer lag Kogler im APA-Ranking der medial präsentesten Politiker auf Platz sieben.
Analyse

Werner Kogler: Der Vermittler in der zweiten Reihe

Ins Rampenlicht hat er nie gedrängt. Es liegt also nicht nur an Corona, dass auf der politischen Bühne gerade ein anderer Grüner die Hauptrolle spielt. Unterschätzen sollte man die Funktion des Vizekanzlers trotzdem nicht.

Nicht, dass es aus Regierungssicht besonders erstrebenswert wäre, in einer Parlamentsrede von Herbert Kickl erwähnt zu werden. Aber erstaunlich ist es schon, wen der FPÖ-Klubchef in der jüngsten Nationalratssitzung anspricht. Gerade hat Kickl einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Bundesregierung eingebracht. Er zählt sie also auf, die Ministerinnen und Minister, die seiner Meinung nach zurücktreten sollen: Karl Nehammer (Inneres), Christine Aschbacher (Arbeit), Alma Zadić (Justiz), Gernot Blümel (Finanzen) und so weiter. Einen von ihnen streicht Kickl „ganz besonders“ hervor: Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Einen anderen erwähnt er nicht einmal: Werner Kogler – immerhin Grünen-Chef und Vizekanzler.

Es deckt sich mit dem Bild, das die Bevölkerung seit Wochen von der Bundesregierung präsentiert bekommt. Die zentrale grüne Figur in der Krise, der präsenteste Player, ist der Gesundheitsminister. In seinem Ressort sind die wichtigsten Kompetenzen für die Bekämpfung der Pandemie gebündelt. Anschobers Auftreten machte ihn im Sommer zum beliebtesten Regierungsmitglied in Umfragen. Aber eben auch zu einer Angriffsfläche für politische Mitbewerber. Und Kogler?