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Ägyptische Uni warnt vor Koran-Verbrennung in den USA

A Muslim man reads the Koran on the first day of Ramadan at a mosque in the southern Spanish town of
(c) REUTERS (Jon Nazca)

Im "Gedenken" an die Terroranschläge von 2001 eine evangelische Kirchengemeinde in den USA öffentlich den Koran verbrennen. Scharfe Kritik kommt von der islamische Al-Azhar-Universität in Kairo.

Die islamische Al-Azhar-Universität in Kairo hat die Pläne einer evangelischen Kirchengemeinde in den USA, am 11. September öffentlich den Koran zu verbrennen, scharf verurteilt. "Dies wird nur den Hass schüren", hieß es in der Erklärung des einflussreichsten Islam-Instituts der Welt, die am Freitag von den Medien in Kairo zitiert wurde.

Die Gemeinde in Gainesville (US-Bundesstaat Florida) will am 11. September den Koran, das heilige Buch der Muslime, verbrennen, um so der Terroranschläge der al-Qaida auf New York und Washington vor neun Jahren zu "gedenken". Zugleich soll damit gegen den "Islam als eine Ausgeburt des Bösen" protestiert werden.

Scheich Mohammad Sayed Tantawi, das im März dieses Jahres gestorbene Oberhaupt der Al-Azhar-Universität, hatte 2001 die Terroranschläge der al-Qaida scharf verurteilt. Muslime reagieren in der Regel empfindlich auf die Herabwürdigung ihres Glaubens. Im Jahr 2005 hatten in einer dänischen Zeitung veröffentlichte Karikaturen, in denen der Religionsgründer Mohammed verunglimpft wurde, weltweit teils gewalttätige Proteste der Muslime ausgelöst

(APA)

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