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Diversität

"Black Lives Matter" bei der Mailänder Modewoche

Designerin Stella Jean wird für die Nachwuchsdesigner auch als Mentorin zur Verfügung stehen.
Designerin Stella Jean wird für die Nachwuchsdesigner auch als Mentorin zur Verfügung stehen.(c) REUTERS (Alessandro Garofalo)
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Fünf dunkelhäutige Nachwuchstalente konnte zum ersten Mal mit einem Videoprojekt ihre Kollektionen vorstellen.

Mit Hygienemaßnahmen, Abstandregeln und Mund-Nasen-Schutz gab es bei der Mailänder Modewoche einige Premieren. Doch auch in Sachen Inklusion konnte die Fashion Week neue Wege beschreiten, indem ein "Black Lives Matter"-Event in den offiziellen Schauenkalender aufgenommen wurde. Stella Jean, eine haitisch-italienische Designerin aus Rom, hat die italienische Modekammer zu mehr Diversität aufgerufen. Und war damit erfolgreich.

Fünf italienische Modemarken mit schwarzen Designern, die von Michelle Ngonmo, der Gründerin der Afro Fashion Week Milano entdeckt wurden, konnten im Zuge digitaler Präsentationen bei der Mailänder Modewoche ihre Kollektionen vorstellen. Mit dem Videoprojekt "We are made in Italy - The Fab Five Bridge Builders" will man nun zeigen, wie Modedesign "Made in Italy" aussehen kann. Es soll die erste Veranstaltung von vielen sein. Auch eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern des Moderates fand im Zuge der Modewoche unter dem Titel "Do Black Lives Matter in Italian Fashion“ statt.

Der Großteil der fünf Nachwuchtstalente können es sich nicht leisten, Vollzeit als Designer zu arbeiten. Sie hätten jahrelang versucht, Fuß zu fassen, aber ohne Erfolg, schreibt Stella Jean auf Instagram. Nun sei ihre Zeit gekommen. Jean und Edward Buchanan werden die fünf Designer weiterhin als Mentoren unterstützen.

"Italienische Mode darf sich nicht länger hinter Ausflüchten und Rechtfertigungen verstecken, die den Diskurs auf andere Länder lenken", meint Jean auf Instagram weiter. "Wir bitten nicht um einen Platz am Tisch. Es ist Zeit für Veränderung".

Große italienische Modehäuser wie Gucci, Prada oder Dolce & Gabbana wurden in der Vergangenheit immer wieder für rassistische Äußerungen oder Werbebilder kritisiert.

(chrile)