Heuer wird in den Wohnungsbau in Europa um rund drei Prozent weniger investiert als voriges Jahr. Die Trendwende soll aber nächstes Jahr erfolgen. Besonders in Deutschland werden die Fertigstellungen zulegen.
Die Investitionen in den Wohnungsbau in Europa werden einer Studie zufolge erst 2011 wieder zulegen. Für das laufende Jahr rechnen Experten aus 19 europäischen Ländern noch mit einem Rückgang um 3 Prozent, wie das Münchner ifo Institut am Freitag mitteilte. Die Investitionen in Wohnungen sollen erst in den kommenden beiden Jahren um 2,5 beziehungsweise 3,5 Prozent nach oben gehen.
Vom Einbruch besonders betroffen war den 19 teilnehmenden Wirtschaftsforschungsinstituten zufolge in den vergangenen Jahren der Wohnungsneubau: Von 2007 bis 2010 sank die Summe der Investitionen auf 207 Mrd. Euro, ein Rückgang um 42 Prozent. Für das laufende Jahr erwarten die Institute die Fertigstellung von insgesamt 1,46 Millionen Wohnungen. Bis 2012 soll diese Zahl auf 1,50 Millionen steigen.
Besonders stark wachsen wird dem ifo zufolge die Zahl der Fertigstellungen in Deutschland. Von 2008 bis einschließlich 2012 werde der Anstieg bei 20 Prozent liegen. Von einer echten Belebung könne aber noch nicht gesprochen werden, sagte ifo-Bauexperte Erich Gluch. Auch 2012 würden wohl noch deutlich weniger als 200.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt werden.
Die Prognose betrifft Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, die Slowakei, Schweden, die Schweiz, Spanien, Tschechien und Ungarn.
(APA)