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Gastkommentar

Täglich grüßt der Reichenhass

Die Reichen sind aus Sicht von Oxfam an allen Übeln dieser Welt schuld. Logischerweise auch am Klimawandel.

Wünschen Sie sich auch manchmal, reich zu sein? Alle Geldprobleme hinter sich zu lassen? Vorsicht ist geboten! Denn wer auf die Nichtregierungsorganisation Oxfam hört, der weiß: Die Reichen sind schuld an so ziemlich jedem Problem, das diesen Planeten plagt. Finanz- und Wirtschaftskrise, Flüchtlingsbewegung, Armut und wohl auch Corona – all das gäbe es aus Sicht von Oxfam nicht ohne die verhassten Reichen. Vergangene Woche ging die NGO dann noch einen Schritt weiter: Die eigentlichen Verbrecher an unserer Umwelt sind, wie könnte es anders sein, die Reichen. Eine reißerische Schlagzeile, die gern übernommen wird. So war auf ORF.at zu lesen: „Reiche schädigen Klima sehr viel stärker als Arme“.

Nun gut. Dass eine Jacht mehr CO2 als ein Fahrrad verursacht, liegt auf der Hand. Auch wird niemand bestreiten, dass wir Europäer mit unserem Wohlstand mehr konsumieren als die meisten Menschen in Asien, Südamerika oder Afrika.

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Kurios ist die Arbeit dennoch, weil sie methodisch einige Auffälligkeiten bereithält. Denn: So wie die Berechnungen konzipiert sind, können sie zu gar keinem anderen Ergebnis kommen. In der Studie werden die nationalen CO2-Abgase den erwachsenen Konsumenten zugerechnet und diese dann global in Einkommensklassen aufgeteilt. Die Annahme der Autoren: Der Anteil an den nationalen Abgasen steigt automatisch mit dem Einkommen der Personen. Menschen mit höherem Einkommen können sich mehr leisten, also tragen sie einen höheren Anteil an der Umweltbelastung. Allerdings führt diese Annahme gleichzeitig die Analyse ad absurdum. Wenn Personen, die über ein höheres Einkommen verfügen, mehr CO2 freisetzen, liegt das Ergebnis bereits vorab auf der Hand.