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Nostalgisch. Windkraftanlagen waren früher hübscher als heute.
Nordfriesische Inseln

Amrum und Föhr: Im Friesenhaus dampft Krabbensuppe

Schöne Schwestern: Amrum ist mit Wald und Kniepsand Sinnbild ländlichen Inselzaubers, Föhr leistet sich sogar Rush Hour und ein Kunstmuseum.

Aus grauen Wolken ergießt sich Regen auf Strand, Dünen und die fünf Dörfer Amrums. Im Café "Dörnsk an Köögem" - was so schlicht wie treffend "Wohnzimmer und Küche" bedeutet - drängen sich die Gäste, die jetzt eine Stärkung in Form von Waffeln mit roter Grütze und Schlagsahne benötigen. Das Reethaus im schönen Dorf Nebel in der Inselmitte ist vollgestopft mit Miniatursegelbooten, Aufstellmöwen, Vogelhäusern in friesischem Blau und anderen Deko-Artikeln, die hier auch verkauft werden. Dazwischen balanciert die Kellnerin Teekännchen und Kaffeetassen, duftendes Gebäck und dampfende Krabbensuppe. Das Dorf Nebel ist mit dem kuscheligen Café, prachtvollen Friesenhäusern und der Inselkirche St. Clemens, deren Wurzeln tief in vorreformatorische Zeiten reichen, ein Stück Friesland wie aus dem Bilderbuch  - sogar bei schlechtem Wetter. Sein Name erlaubt indes keine Rückschlüsse auf die hiesigen klimatischen Verhältnisse, sondern hat sich aus der friesischen Entsprechung für "neue Siedlung" entwickelt. Einst waren Norddorf und Süddorf die einzigen bewohnten Orte auf Amrum -  bis infolge eines Streits zwischen beiden Dörfern, die beide Anrecht auf die Inselkirche zu haben glaubten, im 13. Jahrhundert das Gotteshaus ungefähr auf halber Strecke zwischen ihnen erbaut wurde -  hier.