Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Kulturbetrieb

Das Museum wird zum Entrepreneur

(c) Die Presse/Clemens Fabry
  • Drucken
  • Kommentieren

Die großen Wiener Museen finanzieren sich zum großen Teil selbst und sind Besuchermagneten. Im internationalen Vergleich gibt es aber noch Aufholbedarf, wie eine Studie zeigt.

Wien. Als vor 14 Jahren erstmals eine Studie über die Finanzkraft der großen Wiener Museen vorlag, rümpften viele im Kulturbetrieb die Nase. Man dürfe die Kunst nicht dem Markt opfern, hieß es. Dass Museen vorwiegend mit Steuergeld finanziert werden, war de facto nicht nur eine Selbstverständlichkeit sondern auch wünschenswert.

„In den vergangenen Jahren hat sich aber viel getan“, sagt Stefan Höffinger. Die großen heimischen Museen haben nicht nur die Besucherzahlen massiv gesteigert, sondern vor allem auch ihre Finanzkraft. Bestes Beispiel ist das Kunsthistorische Museum (KHM). Steuerte der Staat 2006 noch 61 Prozent des Budgets bei, so lag die Eigenfinanzierung im Vorjahr bereits bei mehr als 50 Prozent. Belvedere und Albertina finanzieren sich zu fast drei Viertel selbst. Was die Finanzen betrifft, ist der internationale Anschluss gelungen. „Für die europäische Champions-League reicht es aber noch nicht“, sagt Höffinger.