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30 Jahre Wiedervereinigung

Merkel fordert zum Einheits-Jubiläum Mut für weiteres Zusammenwachsen

(c) REUTERS (MICHELE TANTUSSI)
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Die Regierungschefin würdigte das damalige Engagement aller auf dem Weg zur Deutschen Einheit und rief die Bürger in Ost und West - gerade auch in der Coronakrise - zum Zusammenhalt auf.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit von den Bürgern in Ost und West Zusammenhalt gefordert - gerade auch in der Coronakrise. "Wir wissen, wir müssen heute wieder mutig sein", sagte Merkel am Samstag vor dem zentralen Festakt in Potsdam: "Mutig, neue Wege zu gehen angesichts einer Pandemie, mutig, die noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West auch wirklich zu überwinden (...)."

Mutig müsse auch der Zusammenhalt der ganzen Gesellschaft immer wieder eingefordert werden und dafür müsse man auch arbeiten. Die Regierungschefin würdigte das damalige Engagement aller auf dem Weg zur Deutschen Einheit. "Wir können uns alle freuen, heute in Frieden und Freiheit den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit zu begehen", sagte Merkel. "Es brauchte viel Mut, um dahin zu kommen, von Menschen in der damaligen DDR, die auf die Straße gegangen sind, die friedliche Revolution in Gang gesetzt haben." Mut hätten auch diejenigen in der alten Bundesrepublik gehabt, sich auf den Weg der Einheit einzulassen. Deutschlands Partner seien mutig gewesen, Deutschland zu vertrauen.

Merkel, die selbst in der ehemaligen DDR gelegt hatte, sagte angesichts zunehmender Konflikte in der Welt seit der Wiedervereinigung: "Wir werden weiter gemeinsam in Ost und West, in Nord und Süd Mut brauchen, um einen guten, friedlichen Weg weiterzugehen", sagte sie. Sie bedanke sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die dazu beigetragen hätten, dass die Deutsche Einheit "im Großen und Ganzen" gelungen sei. "Ich wünsche mir, dass wir weiter mutig neue Wege beschreiten, damit auch die, die nach uns kommen (...) ein gutes Leben haben, und dass wir neugierig auf die neuen Zeiten sind."

Brandenburg hat heuer Jahr den Vorsitz im Bundesrat, der Länderkammer des deutschen Parlaments, und richtet deshalb die zentrale Einheitsfeier aus.

(APA/dpa)