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Bundesliga

Rapid entzaubert den Lask

Rapid jubelt
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Die Hütteldorfer spielten im Schlager groß auf und positionierten sich mit dem klaren 3:0-Sieg als erster Salzburg-Verfolger. Sportdirektor Barisic rechnet nicht mit Last-Minute-Transfers.

Eine klare Angelegenheit für Rapid wurde der Schlager am Sonntag gegen den Lask. Die Hütteldorfer belohnten sich für einen dominanten Auftritt dank Toren von Thomas Murg (7.), Taxiarchis Fountas (22.) und Ercan Kara (93.) mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg. Die Gäste aus Linz erwischten vor allem in der ersten Hälfte einen rabenschwarzen Tag, konnten nicht annäherend an die Galavorstellung in der Europa-League-Qualifikation gegen Sporting Lissabon (4:1) anknüpfen.

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer veränderte seine Mannschaft nur an einer Position, bot im Mittelfeld Srdjan Grahovac statt Dejan Petrovic auf. Beim Lask war Dominik Thalhammer zu Umstellungen gezwungen, statt Alexander Schlager (Adukktorenprobleme) kam der 20-jährige Tobias Lawal im Tor zu seinem Bundesliga-Debüt. Außerdem fiel Kapitän Gernot Trauner wegen eines Magen-Darm-Infekts aus, für ihn kam Christian Ramsebner in die Mannschaft und Philipp Wiesinger rückte ins Abwehrzentrum.

Lask-Abwehr völlig indisponiert

Die beiden Lask-Spieler standen auch gleich im Mittelpunkt: Lawal bestand seinen ersten Härtetest, als Taxiarchis Fountas nach Querpass von Thomas Murg allein vor ihm auftauchte (6.). Wenig später ließ sich Wiesinger bei einem weiten Abschlag von Ercan Kara düpieren, über Fountas kam der Ball zu Murg – und von dort ins Tor (7.). Rapid presste hoch, schaltete schnell und kam verblüffend einfach zu guten Chancen. Die schwarz-weiße Achillesferse an diesem Sonntag war Wiesinger, der sich auch bei einem Befreiungsschlag von Maximilian Hofmann grob verschätzte. Fountas bedankte sich mit dem 2:0 (22.). So spielfreudig sich die Hütteldorfer zeigten, so indisponiert präsentierte sich der Lask. Die Gäste wirkten körperlich und gedanklich müde, verbuchten nicht einen einzigen Torschuss in der ersten Halbzeit.

Pechvogel Wiesinger wurde in der Pause erlöst, durfte in der Kabine bleiben. Danach zeigte der Lask kurz, warum man sich in der Europa-League-Qualifikation gegen Sporting Lissabon durchgesetzt hatte. Die kurze Drangphase brachte auch die beste Chance: Nach einem Eckball rettete Kara vor dem einschussbereiten Ramsebner vor der Linie (53.). Rapid sah sich das an, stand gut und lauerte. Einmal versuchte es Fountas mit einem Schuss von der Mittellinie, Lawal eilte gerade noch rechtzeitig zurück. Der 20-jährige Goalie, der nach zwei ÖFB-Nachwuchseinsätzen nun in das nigerianische Nationalteam einberufen wurde, zeigte ein gutes, wenngleich undankbares Debüt.

Die Rote Karte für Ramsebner nach einem groben Foul an Fountas (66.) beendete die letzten Linzer Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Der Sieg der Hausherren war ohnehin nie wirklich in Gefahr, in der Nachspielzeit setzte Kara den Schlusspunkt zum 3:0.

Barisic: „Rollbalken ist unten“

Bis zum heutigen Montag ist das Transferfenster noch geöffnet, Rapid-Sportdirektor Zoran Barisic aber geht von keinen Last-Minute-Wechseln aus. „Der Rollbalken ist herunten“, sagte der 50-Jährige im „Sky“-Interview vor der Partie. In den letzten Tagen und Wochen hatten sich die Gerüchte um die Abgänge von Murg (Saudi-Arabien) und Fountas (Stuttgart) hartnäckig gehalten, Barisic bestätigte zwar Anfragen, diese hätten jedoch nicht überzeugt. „Nichts und niemand ist unverkäuflich, aber unsere Spieler haben einen Preis und den verlangen wir.“

Auch Neuzugängen erteilte der Rapid-Sportdirektor eine Absage und damit der Hoffnung vieler Fans auf einen Ersatz für den zu Paok Saloniki abgewanderten Stefan Schwab. „Ich glaube nicht, dass noch jemand kommen wird“, sagte Barisic und verwies auf die durch Corona angespannte finanzielle Situation. „Es müssen jetzt andere Verantwortung übernehmen, wir uns als Team weiterentwickeln. Die Zeit ist jetzt so.“

(swi)