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Sind wir nicht alle K3?

Die Kette von Trump zu Ihnen – liebe Leserin, lieber Leser – geht über maximal fünf andere Leute.

Während in den USA Tausende K1- und K2-Personen des POTUS ermittelt werden, also Menschen, mit denen der Präsident 72 Stunden vor seinem Covid-19-Ergebnis direkten oder indirekten Kontakt hatte, tritt die Suche nach K1-Kontakten in unser täglich Leben in Österreich. Ganze Schulklassen und Großraumbüros sind schnell einmal als K1 in Quarantäne, im Cluster-Buster-Bus oder in der Teststraße im Time-out. Und beim stundenlangen Warten kreisen die Gedanken um Kontaktketten in unserer vernetzten Welt. Komplexitätsforscher behaupteten schon im vorigen Jahrhundert, dass jeder Mensch mit jedem anderen der Welt über sechs Ecken bekannt sei – K6 also. Die Kette von Trump zu Ihnen – liebe Leserin, lieber Leser – geht über maximal fünf andere Leute. Freilich nicht in den letzten 72 Stunden, sondern überhaupt. Man kann davon ausgehen, dass ganz Österreich K3 oder K4 zu Trump ist. Denn Sebastian Kurz kennt Big Donald, ist also sein K1. Jeder, der unseren Bundeskanzler persönlich kennt, ist K2, und jeder, der wen kennt, der Kurz kennt, ist K3 usw. Eine Analyse von Facebook hat übrigens das „Über sechs Ecken – Kleine Welt Phänomen“ aus den 1960er-Jahren noch exakter ermittelt: Es sind weniger als vier Personen, die jeden mit jedem verbinden – zumindest unter Internetnutzern. (vers)