Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Excel-Liste

"Datenpanne" in Großbritannien unterschlägt 15.000 Corona-Infizierte

Die Infizierten wurden zwar verständigt, Contact-Tracing fand bei den 15.000 Personen aber nicht statt.REUTERS
  • Drucken

Die Corona-Zahlen sind am Wochenende in Großbritannien in die Höhe geschnellt. Eine Datenpanne soll dazu geführt haben. Wie sich herausstellt, ein weit gefasster Begriff für eine volle Excel-Liste.

Eine Computerpanne beziehungsweise ein "technisches Problem" soll dafür verantwortlich gewesen sein, dass 16.000 Corona-Infizierte in Großbritannien unter den Tisch fielen. So argumentiert es zumindest die englische Gesundheitsbehörde PHE (Public Health England). Eine sehr weit gefasste Erklärung, wie die "Daily Mail" nun herausgefunden haben will.

Ein schlicht überfülltes Excel-Sheet soll der Grund für den Verlust der Testdaten gewesen sein.

In Großbritannien ist die "Test and Trace"-Einheit des NHS (National Health Service) dafür zuständig, die positv Getesteten an das PHE zu schicken. Dies geschieht mit einer Excel-Datenbank, wobei jeder neue Fall eine neue Zeile darstellt. Mit nunmehr 515.000 Corona-Infizierten insgesamt, ist die Excel-Liste an ihre Grenzen gestoßen. Es konnten keine weiteren Zeilen hinzugefügt werden. Dass die übermittelten Daten aber gar nicht mehr abgespeichert wurden, fiel den Mitarbeitern nicht umgehend auf.

Zwischen dem 25. September und dem 2. Oktober wurden 15.841 Covid-Neuinfektionen nicht weiter gegeben und fielen somit nicht in die Statistik. Die jüngsten Infektionszahlen waren somit um knapp 50 Prozent höher, als bisher angenommen.

Behörden bleiben trotz Panne Excel treu

Die Infizierten wurden über ihre Diagnose zwar informiert, aber jene Kontaktverfolger, die dafür zuständig sind, Personen im näheren Umfeld über eine mögliche Infektion zu informieren, erhielten die Daten jedoch nicht. Damit waren nicht nur die Zahlen über die Neuinfektionen in Großbritannien ungenau, Kontaktpersonen erfuhren nicht, dass sie sich möglicherweise infiziert haben.

Künftig sollen mehrere Excel-Tabellen verwendet werden. Von Computerexperten wird dies zwar als Alternative akzeptiert, jedoch wundert man sich darüber, dass derartige Daten überhaupt mit Excel verarbeitet werden. In Österreich vertraut man für das Einpflegen der Neuinfektionen auf eine spezielle Datenbanksoftware.

>>> Mehr dazu auf Yahoo-News

(bagre)