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Umweltschutz

Wirtschaft sucht Alternativen zu Plastikpfand

Japan´s Zero Waste Town
Auf Plastikflaschen soll es künftig ein Pfand geben.(c) Getty Images (Carl Court)
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Statt des Pfands auf Einwegflaschen, wie es Umweltministerin Gewessler (Grüne) plant, will die Wirtschaft eine österreichweite einheitliche Sammelstruktur für Kunststoff und das Plastik auch direkt in den Haushalten sammeln.

Wien. Der Termin stand bereits fest, eine Delegation von Wirtschaftskammer und Branchenvertretern war quasi schon auf dem Sprung ins Ministerium, da kam die Nachricht von Umweltministerin Leonore Gewessler per SMS: „Ich hatte gestern Kontakt mit einer potenziell Covid19-infizierten Person . . . .“ Die Ministerin begab sich in Selbstisolation, den knapp 60-seitigen Alternativplan der Wirtschaft zum geplanten Pfandsystem konnte sie vorerst nicht entgegennehmen. Die „Presse“ hingegen schon. Unterm Strich fordert die Wirtschaft kein zweites kostspieliges Pfandsystem, sondern eine einheitliche Struktur für ganz Österreich. Und diese sieht vor, dass der Plastikmüll so nah wie möglich beim Konsumenten gesammelt wird.

Dies funktioniert nämlich in den ländlichen Regionen bereits jetzt sehr gut. Dort steht jedem Haushalt ein „gelber Sack“ oder eine „gelbe Tonne“ zur Verfügung. Weniger gut gelingt die Mülltrennung hingegen in den Städten – allen voran in Wien. Dort müssen die Konsumenten bekanntlich den Plastikmüll extra zur Müllsammelstelle tragen.