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Gastkommentar

Home-Office als Rückschritt für die Gesellschaft

Peter Kufner
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Betrieben hilft es beim Sparen, den Mitarbeitern bleibt ein trügerisches Gefühl von Freiheit. Doch vieles geht im Home-Office verloren.

Es überrascht nicht, dass man viel darüber liest, wir müssten uns darauf einstellen, dass sich das Arbeiten im Home-Office auch nach der Pandemie mehr durchsetzt. Viele hätten jetzt die Vorteile dieser Arbeitsform erlebt und verzichteten nur ungern darauf. Das Home-Office sei im digitalen Zeitalter die Zukunft der Arbeit.

Aufgrund der großen Zahl von Singlehaushalten oder kinderlosen Paaren in Großstädten gibt es natürlich viele, die die Heimarbeit schätzen, weil Stressoren fehlen, wie z. B. Aufmerksamkeit einfordernde Kinder oder lange Anfahrtszeiten zwischen Büro und Wohnort. Verlieren werden sie die informellen Sozialkontakte beim Arbeiten im gemeinsamen Büro. Können, sollen wir darauf verzichten – müssen wir? Werden aus den Betrieben in Zukunft, so wie bereits seit Langem, nicht nur einzelne Produktionsschritte, sondern auch soziale Beziehungen ins sogenannte Privatleben outgesourct?

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Der Blick auf einen in dieser Hinsicht weit entwickelten Produktionsbereich kann aufzeigen, wohin die Ausweitung der Heimarbeit unsere Gesellschaft führen könnte. In den vergangenen Jahrzehnten ist ein Heer von oft prekär in Werkvertragsverhältnissen Beschäftigten entstanden, die ihre Arbeit, oft zu Hause, mit eigenen Betriebsmitteln verrichten. Da geht es nicht nur um Minder-, sondern auch Hochqualifizierte. Zum Beispiel in den Bereichen Design, Webdesign, Grafik, Fotografie, Architektur; um Eventmanager, Stilberater, Kosmetiker, usw.