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Krisenbewältigung

Trump stoppt Verhandlungen über US-Corona-Hilfen

Viele US-Amerikaner leiden wirtschaftlich massiv unter der Coronavirus-Krise.
Viele US-Amerikaner leiden wirtschaftlich massiv unter der Coronavirus-Krise.APA/AFP/ERIC BARADAT
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Die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über Hilfsgelder liegen nun auf Eis. "Unmittelbar nachdem ich gewonnen habe, werden wir ein großes Konjunkturpaket verabschieden“, twitterte US-Präsident Trump.

US-Präsident Donald Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten über ein neues Corona-Hilfspaket bis nach der Präsidentenwahl am 3. November beendet. "Ich habe meine Vertreter angewiesen, die Verhandlungen zu stoppen", twitterte das mit dem Coronavirus infizierte Staatsoberhaupt am Dienstag, einen Tag nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen und wieder ins Weiße Haus eingezogen war.

"Unmittelbar nachdem ich gewonnen habe, werden wir ein großes Konjunkturpaket verabschieden, das sich auf hart arbeitende Amerikaner und kleine Geschäfte konzentriert", kündigte Trump an. In einer ersten Reaktion reagierte die Wirtschaft verschreckt, an den US-Börsen kam es zu Kursverlusten. Trump warf der Präsidentin des Repräsentantenhauses, der Demokratin Nancy Pelosi, vor, nicht in guter Absicht über die Hilfen verhandelt zu haben.

Debatte um höhere Arbeitslosenunterstützung

Die Demokraten haben vorgeschlagen, rund 2,2 Billionen Dollar (1.9 Billionen Euro) auszugeben. Die Trump-Regierung hat das als "unseriös" bezeichnet, aber ihr Angebot zuletzt auf fast 1,6 Billionen Dollar erhöht. Vorgesehen ist unter anderem eine wöchentliche Arbeitslosenunterstützung von 400 Dollar. Die Demokraten wollen 600 Dollar pro Woche durchsetzen.

In der Pandemie wurden Millionen Menschen arbeitslos. Der Kongress und das Weiße Haus haben Anfang dieses Jahres Hilfsmaßnahmen von mehr als drei Billionen Dollar genehmigt. Allerdings wurden seit März keine neuen Programme verabschiedet.

Kurse geben nach

Die US-Börsen haben am Dienstag mit starken
Kursverlusten geschlossen. Gerade als sich im Späthandel die
Stimmung an der Wall Street aufhellte und die wichtigsten New Yorker
Aktienindizes einheitlich höher tendierten, kam der Tweet von
US-Präsident Trump dazwischen und ließ die Börsen tief in die
Verlustzone abrutschen.

Der Dow Jones beendete den Handelstag um 1,34 Prozent tiefer bei
27.772,76 Punkten. Der marktbreite S&P-500 fiel um 1,40 Prozent auf
3.360,95 Einheiten. Der technologielastige Nasdaq Composite verlor
1,57 Prozent auf 11.154,60 Zähler.

(APA/Reuters)