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DUNE 2020 de Denis Villeneuve Josh Brolin Timothee Chalamet. d apres le roman de Frank Herbert based on a novel by Frank

Bond und „Dune“ verschoben: Welcher Blockbuster wann startet

Mit „Tenet“ hätte das Kino seine Wiederauferstehung feiern sollen, aber der Zeitreise-Thriller spielte nicht genug ein. Nun werden so gut wie alle Blockbuster verschoben. 2021 könnte es einen regelrechten Film-Stau geben. Ein Überblick.

Christopher Nolans Thriller „Tenet“ war die erste große Prüfung für die wiedereröffneten Kinos in der Corona-Krise und er hat diese nicht bestanden. Bisher spielte der Film weltweit mehr als 300 Millionen Dollar ein. Im Kino-Kernland USA, wo noch viele Kinos geschlossen sind, waren es nur 45 Millionen. Das ist ein schwaches Ergebnis für den 200-Millionen-Dollar teuren Blockbuster.

Das Filmstudio Warner Bros. hatte sich dazu entschieden, den Film im September trotz der Coronakrise in die Kinos zu bringen und nicht auf Streamingdienste auszuweichen – wie etwa Disney mit der Neuverfilmung von „Mulan“. Der Konzern stellte den Film auf seine Streamingplattform Disney + für 21,99 Euro beziehungsweise 30 Dollar zusätzlich zum Abopreis.  Bei Disney zeigte man sich „sehr zufrieden“ mit der Strategie. Doch Schule machte die Praxis auch nicht: Zwar stellt Disney seinen neuen Pixar-Film „Soul“ in November auf seinen Streamingservice, aber die großen Marvel-Filme hält der Konzern zurück. 

Möglicherweise, weil der Streamingdienst in China, dem zweitgrößten Kinomarkt der Welt, nicht verfügbar ist. Dort kam das 200 Millionen Dollar teure „Mulan"-Remake ins Kino, spielte aber nur gut 40 Millionen Dollar ein.

Bei Disney und anderen großen Studios ist der Mut gesunken. Die neue Devise heißt: hinauszögern so lange es geht. Fast alle Blockbuster, die heuer hätten starten sollen, wurden in das Jahr 2021 verschoben, einige starten sogar erst 2022.

Welcher Blockbuster startet wann? Ein (vorläufiger) Überblick:

MORT SUR LE NIL DEATH ON THE NILE 2020 de Kenneth Branagh Armie Hammer Gal Gadot. d apres le roman de Agatha Christie ba
Armie Hammer, Gal Gadot und Kenneth Branagh spielen in "Tod auf dem Nil" mit(c) imago images/Prod.DB (20th Century Fox - Scott Free Pr)

„Tod auf dem Nil“: 18. Dezember 2020

Kenneth Branagh musste den Kinostart seiner Agatha-Christie-Verfilmung von Oktober auf Dezember verlegen. Konkurrenz von anderen großen Filmen hat „Tod auf dem Nil“ zu diesem Termin jedenfalls nicht. Branagh selbst spielt Hercule Poirot. Sophie Okonedo, Rose Leslie, Armie Hammer sowie „Wonder Woman“ Gal Gadot sind ebenfalls zu sehen.

„Wonder Woman 1984“: 25. Dezember 2020

Ursprünglich sollte „Wonder Woman 1984“ mit Hauptdarstellerin Gal Gadot als Amazonenkämpferin schon Anfang Juni in die US-Kinos kommen. Es folgten weitere Aufschübe, erst auf August, dann auf Oktober und nun Dezember. Ob der Film von Regisseurin Patty Jenkins dann wirklich startet, ist angesichts der steigenden Corona-Zahlen fraglich.

„The King's Man - The Beginning": 12. Februar 2021

Der dritte Film der Reihe hätte bereits im September ins Kino kommen sollen. Er zeigt die Vorgeschichte der britischen Gentleman-Superagenten. Zum Cast gehören Ralph Fiennes, Gemma Arterton, Djimon Hounsou („Captain Marvel”), Daniel Brühl und „Game of Thrones“-Bösewicht Charles Dance. Wie bei den Vorgängerfilmen ist Matthew Vaughn für die Regie verantwortlich.

RELEASE DATE: July 31, 2020 TITLE: Morbius STUDIO: DIRECTOR: Daniel Espinosa PLOT: Biochemist Michael Morbius tries to c
Jared Leto als Dr. Morbius(c) imago images/ZUMA Press (Sony Pictures via www.imago-imag)

„Morbius": 18. März 2021

Der Anti-Superhelden-Film war für Juli 2020 geplant. Jared Leto spielt darin einen Wissenschaftler, der versucht, sich von einer Blutkrankheit zu heilen und dabei zum Vampir wird. Für Regisseur Daniel Espinosa ist es der erste Marvel-Film.

„James Bond 007 - Keine Zeit zu Sterben“: 2. April 2021

Eigentlich hätte „No Time To Die“ bereits am 2. April ins Kino kommen sollen. Für Hauptdarsteller Daniel Craig ist es der letzte Einsatz als Geheimagent 007. Er bekommt es darin mit dem bösartigen Wissenschafter Safin (Rami Malek) zu tun. Auch Christoph Waltz spielt erneut eine Rolle, ebenso wie Lea Seydoux und Lashana Lynch. Regie führte Cary Joji Fukunaga.

„Black Widow“: 7. Mai 2021

Der Superhelden-Streifen mit Scarlett Johansson hätte bereits heuer im Frühling starten sollen. Hauptrollen übernahmen auch Jungstar Florence Pugh, Rachel Weisz und David Harbour („Stranger Things") sowie David Hurt. Für die Regie verpflichtete Marvel mit der Australierin Cate Shortland bewusst eine Frau.

„F9“: 28. Mai 2021

Fast ein Jahr später als geplant kommt „Fast & Furious 9“ mit Charlize Theron. Außerdem am Steuer: Vin Diesel, Michelle Rodriguez und Helen Mirren. Regie führte – wie schon bei vier weiteren Filmen der Autoraser-Reihe – Justin Lin.

„Venom: Let There Be Carnage“: 25. Juni 2021

Dieser Superheldenfilm, der im Oktober ins Kino hätte kommen sollen, wurde nicht von Disney produziert, sondern von Sony – das sollte für zumindest ein bisschen Abwechslung im Marvel-Universum sorgen. Tom Hardy spielt Eddie Brock alias Venom, Woody Harrelson den Bösewicht namens Carnage. Den Regisseur kennt man als Gollum in „Herr der Ringe“: Andy Serkis.

„Top Gun 2: Maverick“: 2. Juli 2021

In der Fortsetzung des Filmes von 1986 schlüpft Tom Cruise wieder in die Rolle des Kampfpiloten Pete „Maverick“ Mitchell. Der ist inzwischen gealtert, weigert sich aber, den Dienst zu quittieren – und das, obwohl er in der Militärhierarchie nicht aufgestiegen ist. Inzwischen bildet er junge Piloten aus (Miles Teller, Monica Barbaro, Jay Ellis).

„Dune“: 1. Oktober 2021

Ein Jahr später als geplant kommt auch „Dune“. Der Kanadier Denis Villeneuve („Blade Runner 2049“) hat das Sci-Fi-Epos mit Timothée Chalamet, Oscar Isaac und Josh Brolin für Warner Bros. neu verfilmt. David Lynchs „Dune“-Film „Der Wünstenplanet“ war 1984 gefloppt, heute gilt er als Kultfilm.

„The Eternals“: 5. November 2021

Der von Chloé Zhao inszenierte Marvel-Film „The Eternals“ war für Februar 2021 geplant. In dem Streifen mit Angelina Jolie, Kit Harington und Kumail Nanjiani leben unsterbliche Wesen seit Jahrtausenden unerkannt auf der Erde und kommen plötzlich zum Vorschein.

„Matrix 4“: 22. Dezember 2021

Nicht nach hinten verschoben, sondern vorgezogen wurde hingegen der vierte „Matrix“-Teil, dessen Kinostart eigentlich für April 2022 vorgesehen war. Keanu Reeves spielt wieder Neo, Carrie-Anne Moss ist in ihrer früheren Rolle als Trinity dabei. Lana Wachowski kehrt als Regisseurin, Autorin und Produzentin zurück. Die ersten drei Folgen hatten die Regie-Geschwister Lana und Lilly Wachowski inszeniert, die damals noch als die Brüder Andy und Larry bekannt waren.

„West Side Story“: Dezember 2021

Der Start von Steven Spielbergs Neuverfilmung des Filmmusicals wurde ebenfalls um ein ganzes Jahr geschoben. Angesiedelt in den 1950er-Jahren in der düsteren West Side Manhattans, erzählt das Musical die Liebesgeschichte des in New York geborenen Tony (Ansel Elgort) und der aus Puerto Rico stammenden Maria (Rachel Zegler), die zwei verfeindeten Gangs angehören.

Robert Pattinson als Bruce Wayne/Batman(c) Warner Bros

„The Batman“: 4. März 2022

Gleich auf 2022 verschoben wurde „The Batman“ mit Robert Pattinson, der eigentlich im Oktober 2021 in die Kinos kommen sollte. Die Dreharbeiten mussten unterbrochen werden, weil es einen Corona-Fall am Set gegeben hatte. Regie führt Matt Reeves („Planet der Affen“). Auch Zoe Kravitz, Paul Dano, Colin Farrell und Andy Serkis spielen mit.

„Jurassic World: Dominion“: 10. Juni 2022

Die „Jurassic World“-Fortsetzung kommt auch erst ein Jahr später als ursprünglich geplant ins Kino. Im dritten Teil der neuen Filmreihe spielen erneut Chris Pratt und Bryce Dallas Howard die Hauptrollen. Zusätzlich sollen Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum – Stars aus "Jurassic Park" aus dem Jahr 1993 – zu sehen sein. Regisseur ist Colin Trevorrow („Jurassic World“).

„The Flash": 4. November 2022

Von Juni wurde der Filmstart auf November 2022 verschoben. Ezra Miller spielt den Titelhelden unter der Regie von Andy Muschietti. Der blitzschnelle Metamensch Flash begegnet darin mehreren DC-Comic-Helden. Ben Affleck und Michael Keaton sollen als Batmans zu sehen sein.

„Avatar 2“: 16. Dezember 2022

James Cameron hat 2017 mit der gleichzeitigen Produktion von vier "Avatar"-Filmen begonnen. Anvisierte Filmstarts wurden schon häufiger verschoben. „Avatar 2“ soll im Dezember 2022 in die Kinos kommen – mehr als 13 Jahre nach dem ersten „Avatar“-Film.

„Star Wars“

Ja, Disney plant eine weitere „Star Wars“-Trilogie. Entwickeln soll sie Rain Johnson, der Regisseur von „Star Wars: Die letzten Jedi“ und „Knives Out“. Ursprünglich sollte es mit der Sternenkrieger-Saga bereits 2022 weitergehen, aufgrund der Corona-Pandemie verzögert sich das Projekt. Geplant ist, dass die drei neuen Filme 2023, 2025 und 2027 ins Kino kommen – jeweils kurz vor Weihnachten.

(her)