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Bumble-Umfrage

Was ist "typisch Mann" im Jahr 2020?

(c) imago images/Westend61 (Eva Blanco via www.imago-images.)
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Die Dating-Plattform Bumble hat 5000 Personen zum Thema Männlichkeit und Geschlechterrollen befragt. Mit durchaus überraschenden Ergebnissen.

„Wann ist ein Mann ein Mann?", sang schon Herbert Grönemeyer 1984. Eine Antwort darauf will die Datingplattform Bumble geben, die dafür eine Studie in Auftrag gegeben hat. 5000 Teilnehmer aus Deutschland haben daran teilgenommen, um herauszufinden, welche Erwartungen an Männer gestellt werden und welchen Einfluss diese auf Beziehungen haben.

Was bedeutet "typisch Mann" in diesem Zusammenhang überhaupt, beziehungsweise wie wird Männlichkeit im Jahr 2020 wahrgenommen?

Respekt und Einfühlungsvermögen statt Geld und Stärke

Die Untersuchung zeigt, dass sich in puncto Geschlechterrollen einiges getan hat. Scheinbar maskuline Attribute wurden bei der Befragung nicht als besonders männlich eingeschätzt. Konkret: Hauptverdiener sein (7 Prozent) und körperlich stark zu sein (13 Prozent).

Die wichtigsten Eigenschaften des modernen Mannes sind hingegen laut Bumble-Umfrage Hilfsbereitschaft und Respekt gegenüber anderen (58 Prozent), Einfühlungsvermögen (45 Prozent) und das bewusste Ablehnen von sexistischem Verhalten (41 Prozent).

Auch, wenn das Männerbild scheinbar einem Wandel unterzogen ist, hat jeder fünfte Mann (20 Prozent) das Gefühl, die gesellschaftlichen Erwartungen nicht erfüllen zu können. Eher traditionellen Verhaltensmustern folgen Männer außerdem, wenn es um Beziehungsprobleme geht. 35,2 Prozent geben an, dass sie mit niemandem darüber sprechen, sondern alles mit sich selber ausmachen.

Männlichkeit im Plural

“Wir müssen darüber sprechen, dass es ganz viele Definitionen von Männlichkeit geben darf und sollte. Das heißt: Es gibt das traditionelle Männlichkeitsbild, mit dem wir alle aufgewachsen sind, und nicht jeder sollte und muss sich jetzt gezwungen fühlen, eine völlig andere Form von Männlichkeit auszuleben, die sich vielleicht auch falsch anfühlt. Es muss die Möglichkeit bestehen, sich von diesem traditionellen Männlichkeitsbild abzuwenden und seine eigene Idee nach außen zu tragen. Und deswegen finde ich, dass wir auch über den Plural sprechen sollten. Also Männlichkeiten, ganz viele verschiedene Formen von Männlichkeit", meint „Vogue"-Kolumnist Fabian Hart, der für die neue Video-Serie von Bumble interviewt wurde. Die Serie will Themen wie Rassismus, Sexismus, Maskulinität und Intimität im Dating- und Beziehungsleben behandeln.

Wie sieht es bei Frauen aus? Die Untersuchung kam zum Schluss, dass sich jede dritte Frau in Deutschland in der Lage fühlt, aus stereotypen Geschlechterrollen auszubrechen (32 Prozent).

(chrile)