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Serie: Natur-Talente

Ein Teppich, der aufwirbelt

Das Kunstobjekt im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten soll "Fragen aufwerfen".
Das Kunstobjekt im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten soll "Fragen aufwerfen".Hannes Gröblacher
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Der „fliegende Teppich“ in der Erlachgasse im 10. Bezirk zeigt, wie ein kleines Stückchen Grün für hitzige Debatten sorgen kann. Dabei soll er eigentlich einer erhitzten Stadt entgegenwirken.

Wo sich, so weit man sieht, ein Auto an das andere reiht, stört plötzlich eine außergewöhnliche Konstruktion den klassischen PKW-Reigen: Eine Rasenwelle, rund zehn Quadratmeter groß, die durch ein Metallgerüst rund 40 Zentimeter über dem Boden schwebt. Sie soll einen fliegenden Teppich darstellen - erinnert aber durch die an drei Seiten umrahmenden weißen Wolken aus Holz viele mehr an ein Himmelbett, erzählt Hannes Gröblacher, der das Modell im Rahmen des Forschungsprojekts „LiLa4Green" entworfen und installiert hat. Ein Himmelbett? Nicht wirklich, stellt sich im Gespräch mit dem Initiator schnell heraus. Denn "monströse SUVs" sorgen für einen unruhigen Schlaf, „Aggressivität“ vonseiten der Fahrer drängt Ruhende an den Rand.

Aber von vorne. Zumindest bis Ende des Monats steht das Konstrukt mitten in der Erlachgasse im 10. Bezirk - einem „Extremstandort“ für einen Rasen, erläutert Gröblacher. Graue Fläche, wenig Grün, kaum Bäume in der Nähe - und somit sehr hohe Temperaturen im Sommer. Dass diese paar Quadratmeter nicht viel am Mikroklima verändern, ist dem Künstler und Landschaftsarchitekten bewusst. Sie sollen aber mehr als ein Beispiel für eine Begrünungsmaßnahme für eine erhitzte Stadt sein - sie sollen, ginge es nach ihm, noch mehr Fragen aufwerfen und zum Denken anregen.

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