Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Theater

Franzobel: „Wie ein Kleinbürger zum Monster wird“

FRANZOBEL
Unmerklich verwandle sich ein „lieber Onkel“ in einen Unmenschen, sagt Dichter Franzobel (Franz Stefan Griebl) über die Titelfigur im „Leichenverbrenner“.(c) PEROUTKA Guenther / WB
  • Drucken
  • Kommentieren

Heute  wird im Akademietheater „Der Leichenverbrenner“ uraufgeführt. Die Novelle von Ladislav Fuks wurde von Franzobel dramatisiert. Er erzählt von der Faszination, die diese Art „tschechischer Herr Karl“ für ihn hat.

Die Presse: Wie sind Sie auf den Prager Autor Ladislav Fuks gekommen? Er starb 1994, hatte seine größeren Erfolge vor einem halben Jahrhundert und ist heute außerhalb von Tschechien kaum bekannt.

Franzobel: Nikolaus Habjan (der Regisseur, Anm.) kannte den Stoff, mir war er unbekannt. Von Fuks sind auf Deutsch zwei, drei Bücher erschienen, alle längst vergriffen, was schade ist, weil es sich um eindringliche Prosa zu heftigen Themen handelt.

Was hat Sie an seiner 1967 veröffentlichten Novelle „Der Leichenverbrenner“ interessiert, die Sie dramatisiert haben?