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Burgtheater

Ein Kampf um den richtigen Hitler-Witz

Das Monster als Riesenbaby: Marcel Heuperman (r.) als junger Hitler, angeleitet von Itay Tiran.
Das Monster als Riesenbaby: Marcel Heuperman (r.) als junger Hitler, angeleitet von Itay Tiran.(c) Carolina M. Frank
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Verdauungsgeräusche, fliegende Kaffeebecher und tiefer Schmerz: Itay Tiran inszeniert am Burgtheater Taboris Hitler-Farce „Mein Kampf“. Die „Presse“ traf ihn und sein Team beim Proben – und beim Ringen mit dem Humor des Stücks.

Adolf Hitler kommt durch die Klotür. Mit Karacho platzt er durch den Bretterverschlag, seine Zeichenmappe in der Hand, die dreckige Porzellanschüssel hinter ihm, und fragt nach einem Bett für die Nacht. Itay Tiran hat die Beine übereinandergeschlagen und beobachtet still, wie sich der junge Tölpel aus Braunau (Marcel Heuperman) in seinen kurzen Hosen im provisorischen Bühnenbild breit macht, sich über den Empfang beschwert, der ihm hier bereitet wird, mit überheblichem Gestus die Tür vom Boden kletzelt, die er gerade eingetreten hat, und wieder am Klo verschwindet.