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Förderung

Plug-in: Ein Trend mit Ablaufdatum

Symbolbild.
Symbolbild.(c) REUTERS (Jorge Silva)
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Zweifel an Fabelwerten: Wie lang gibt es noch Förderung?

Wien. Ist von rasanter Zunahme bei den Zulassungen elektrischer Fahrzeuge die Rede, betrifft das großteils nicht Batterie-Elektrische (BEV), sondern Plug-in-Hybride (PHEV). Sie legten in Europa in den ersten sieben Monaten des Jahres um 145 Prozent zu, was auf großzügige Förderprogramme zurückgeführt wird. Doch schon länger steht die Frage im Raum: Wie lang wird es diese geben?

Die Autoindustrie, von strengen Grenzwerten für den Flottenverbrauch unter Druck gesetzt, wolle mit PHEV-Technik vor allem große und schwere Autos – sprich SUVs – ohne CO2-Pönale verkaufen, heißt es von Kritikern. Die Statistik erhärtet den Vorwurf teilweise: Die mit Abstand größte Gruppe der PHEV-Neuzulassungen ist dem Segment der kompakten SUVs (wie Mitsubishi Outlander, Ford Puma, aktuell Platz eins und zwei) zuzurechnen. Die schwere Gerätschaft liegt in dem Ranking auf Platz fünf.

Die steuerlichen Privilegien, die den PHEV-Mehrpreis kompensieren, richten sich nach den Normverbrauchswerten von durchwegs unter 2,0 l/100 km. Dass dies nur mit regelmäßigem Laden zu realisieren sei, was frei in der Hand des Nutzers liege, bleibe unberücksichtigt, so die Kritik. Eine aktuelle Studie ergab CO2-Werte von 117 g/km statt deklarierter 44 g/km. Schon 2022 könnte der PHEV-Bonus auslaufen. (tiv)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2020)