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Mehr Luft!

Fakt ist: Wien leidet im Sommer an Überhitzung. Dass nun ausgerechnet die Frischluftschneise an der Westeinfahrt durch Bauvorhaben beschränkt werden soll, ist mehr als bedenklich.

Wir alle wissen es aus eigener Erfahrung, auch die Forschung hat das Thema mehr als gründlich aufgearbeitet, und der gesunde Menschenverstand gibt dem sowieso recht: Grünräume sind enorm wichtig für eine Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Die unzähligen gesellschaftlichen, kulturellen und funktionalen Aufgaben von Freiräumen und die ebenso wichtigen Ökosystemleistungen des Grünraums machen seinen hohen Wert aus. Und vor den großen Herausforderungen der jüngsten Vergangenheit scheint diese Bedeutung weiter zu wachsen. Sowohl die Covid-19-Pandemie als auch die schon länger präsente Klimakrise haben aufs Neue bewiesen, dass ein Leben in der Stadt ohne Grün- und Freiräume nicht qualitätsvoll, ja sogar gesundheitsgefährdend sein kann. Das werden all jene Wienerinnen und Wiener bestätigen, die während des Corona-bedingten Lockdowns vor den alternativlos gesperrten Bundesgärten standen. Oder auch Bewohnerinnen und Bewohner dicht bebauter Innenstadtbezirke, denen während extremer Hitzewellen im Sommer kühlendes Grün zur Nutzung ihres Wohnumfelds fehlt. Für das gesunde Leben in der Stadt ist der urbane Grünraum also essenziell. Um in den derzeit aktuellen Jargon des Krisenmanagements einzustimmen, könnte man auch sagen: Grün ist systemrelevant.