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Interview

Genetiker Markus Hengstschläger: »Jeder kann etwas tun, um die großen Probleme zu lösen«

„Der Mensch ist nicht im Grunde schlecht. Dass er im Grund gut ist, diesen Schluss würde ich aber auch nicht ziehen“, sagt der Genetiker Markus Hengstschläger.
„Der Mensch ist nicht im Grunde schlecht. Dass er im Grund gut ist, diesen Schluss würde ich aber auch nicht ziehen“, sagt der Genetiker Markus Hengstschläger.Katharina F.-Roßboth
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Welche Fähigkeit ist heute die wichtigste, um die Probleme unserer Zeit zu lösen? Für den Genetiker Markus Hengstschläger ist die Antwort klar: Die »Lösungsbegabung«. Und: »Die allseits vorherrschende Mitmachkrise müssen wir endlich überwinden.«

Wir befinden uns heute in einer Mitmachkrise. Ihr haben wir zu trotzen, schreiben Sie in Ihrem neuen Buch „Die Lösungsbegabung“. Woran machen Sie diese Mitmachkrise fest?

Markus Hengstschläger: Aus meiner Sicht teilt sich die Gesellschaft in drei Gruppen: Die erste Gruppe sind die blauäugigen Optimisten, die zweite die eingefleischten Pessimisten, die dritte die Ermöglicher, also die Possibilisten. Die blauäugigen Optimisten sind jene, die auf Problemstellungen folgendermaßen reagieren: „Es ist sich noch immer ausgegangen. Es wird sich diesmal auch ausgehen. Die werden das schon machen.“ Aber wer „die“ sagt, meint damit die anderen und nicht sich.

„Die“ ist recht unbestimmt. Haben Sie untersucht, was oder wer mit „die“ eigentlich gemeint ist?