Reportage

Berg-Karabach: Kein Frieden in der neuen Heimat

Syrische Armenier, die aus dem Bürgerkriegsland geflohen sind und sich in Berg-Karabach ein neues Leben aufgebaut haben, werden neuerlich vom Krieg eingeholt. Eine Feuerpause wurde vorerst nicht eingehalten.

Wenn der Himmel klar wurde und die Sonne die Wolken verdrängte, war das in den letzten Tagen für die Bewohner von Stepanakert ein Warnsignal. Es sind ideale Bedingungen für Drohnenangriffe, eine unsichtbare, tödliche Bedrohung, die beständig über der 55.000 Einwohner großen Hauptstadt von Berg-Karabach schwebt. „Sie lassen uns sicher keine Ruhe“, prophezeite Howig Asmanian am Freitag. „Bald fallen wieder Bomben.“