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Reportage

Berg-Karabach: Kein Frieden in der neuen Heimat

Syrische Armenier, die aus dem Bürgerkriegsland geflohen sind und sich in Berg-Karabach ein neues Leben aufgebaut haben, werden neuerlich vom Krieg eingeholt. Eine Feuerpause wurde vorerst nicht eingehalten.

Wenn der Himmel klar wurde und die Sonne die Wolken verdrängte, war das in den letzten Tagen für die Bewohner von Stepanakert ein Warnsignal. Es sind ideale Bedingungen für Drohnenangriffe, eine unsichtbare, tödliche Bedrohung, die beständig über der 55.000 Einwohner großen Hauptstadt von Berg-Karabach schwebt. „Sie lassen uns sicher keine Ruhe“, prophezeite Howig Asmanian am Freitag. „Bald fallen wieder Bomben.“

Bis kurz vor dem Inkrafttreten einer Feuerpause am Samstagmittag beschoss die aserbaidschanische Armee weiterhin intensiv das armenisch besiedelte Gebiet. Auch mit der Feuerpause beruhigte sich die Lage nicht vollständig. Auch nach ihrem Inkrafttreten beschuldigten sich beide Seiten gegenseitig, die Vereinbarung zu brechen. Sie war zuvor nach zehnstündigen Verhandlungen unter russischem Vorsitz in Moskau ausgehandelt worden und sollte zum Austausch von Toten und Gefangenen genutzt werden.