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FPÖ

Scherben kehren bei den Wiener Freiheitlichen

Dominik Nepp
Dominik NeppREUTERS
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Ein katastrophales Ergebnis gab es für die Freiheitlichen. 2015 erreichten sie ihren Spitzenwert in Wien, heuer ein historisches Minus. Und wer ist Schuld? Strache, so der blaue Tenor.

Das Ergebnis war für die FPÖ vernichtend: Für nur 7,7 Prozent und acht Mandate reichte es laut Hochrechnung (Stand Sonntag 21 Uhr). Das Minus von knapp über 23 Prozentpunkten ist der größte Verlust, den eine Partei bei einer Wien-Wahl je erzielte.

Auf die Frage, wer an diesem Debakel Schuld sei, gab es am Sonntag innerhalb der FPÖ eine einheitliche Antwort: Heinz-Christian Strache. Der Ibiza-Skandal sei Grund für den „schmerzlichen Verlust“, so Spitzenkandidat Dominik Nepp im ORF. Jetzt gehe es darum, „mit harter konsequenter Arbeit das Vertrauen wieder zurückzugewinnen“. Folgt ein Rücktritt? Zuerst müsse das Ergebnis analysiert werden, so Nepp. Und eine Versöhnung mit Strache, wenn er doch noch in den Landtag einziehen sollte? Könne es erst geben, wenn dieser „Buße“ tue.
Der tiefe Fall der FPÖ begann spätestens am 17. Mai 2019: Als das Ibiza-Video, in dem der damalige Vizekanzler Strache und Johann Gudenus zu sehen waren, die türkis-blaue Regierung quasi über Nacht sprengte. Die heimlich gefilmten Szenen wurden auch der Wiener FPÖ zum Verhängnis. Als man dachte, schlimmer kann es für sie nicht mehr kommen, trat Strache – 15 Jahre lang die Personifizierung der blauen Politik – mit einer eigenen Liste in Wien an.