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Schnellauswahl
Bezirksvertretungswahlen

ÖVP verliert die Josefstadt an die Grünen

Nach zehn Jahren an der Spitze der Josefstadt wird Veronika Mickel als Bezirksvorsteherin abgelöst.
Nach zehn Jahren an der Spitze der Josefstadt wird Veronika Mickel als Bezirksvorsteherin abgelöst.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Nach Auszählung der Briefwahlstimmen steht fest: Die Grünen erobern den achten Bezirk von der ÖVP zurück - Martin Fabisch löst Veronika Mickel als Bezirksvorsteher ab.

Die Grünen haben das Duell um die Josefstadt gegen die ÖVP  gewonnen: Nach Auszählung der Briefwahlstimmen wurde am Montagabend bekannt, dass die Grünen bei den Bezirksvertretungswahlen 33,59 Prozent erreicht haben (ein Plus von 6,37 Prozentpunkten) und damit klar vor der ÖVP (30,55 %) liegen. Damit muss Veronika Mickel, die seit 2010 an der Spitze des achten Bezirks stand, den Posten des Bezirksvorstehers räumen - Martin Fabisch übernimmt.

Bei den rund 5300 Urnenwählern war die Volkspartei mit Bezirksvorsteherin Veronika Mickel noch vorne gelegen - um nur 37 Stimmen. Mit der Auszählung von 7300 Wahlkarten holten sich die Grünen aber klar - mit 33,6 zu 30,6 Prozent - den 2010 verlorenen ersten Platz zurück.

Davor war der achte Bezirk fünf Jahre grün regiert, als Heribert Rahdijan überraschend in der Josefstadt  gewann.  2010 gelang Mickel, damals mit 32 Jahren die jüngste Bezirksschefin Wiens, die Rückeroberung – auch, weil die Grünen sich intern zerstritten hatten und mit zwei Listen angetreten waren. Rahdijan ist nun, 2020, auf dem symbolischen letzten Listenplatz für die Grünen wieder angetreten.

Wieden bleibt rot

Nicht gelungen ist den Grünen - auch mit Auswertung der Briefwahl - die erhoffte Eroberung Wiedens: Dort hielt SPÖ-Vorsteherin Lea Halbwidl mit 33,2 Prozent die Grünen (28,1 Prozent) klar auf Distanz. Größere Distanz gibt es jetzt auch in der Inneren Stadt, wo sich heuer, anders als 2015, ÖVP-Bezirksvorsteher Markus Figl ganz klar mit 40,5 Prozent gegen die SPÖ (22,9) durchsetzte.

In Meidling und der Brigittenau hängte die SPÖ die heuer - generell eingebrochene - FPÖ weit ab: Meidlings Bezirksvorsteher Wilfried Zankl, erst seit Kurzem im Amt, baute das SPÖ-Ergebnis auf 42,0 Prozent ausbauen - während die FPÖ, 2015 noch Zweite, 23 Punkte auf 6,8 Prozent einbüßte. Ähnlich in der Brigittenau: Dort legte die SPÖ mit Hannes Derfler auf 45,0 Prozent zu, während die FPÖ auf 7,4 Prozent (um 22,1 Punkte) einging.