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Premiere

Landestheater Linz: König Ödipus in der Pandemie

Der Chor der von der Pest geplagten Thebaner sucht Halt bei seinem König Ödipus (Alexander Hetterle, Dritter v. re.). Doch der fällt dann am tiefsten.
Petra Moser
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Peter Wittenberg inszeniert die wuchtige Tragödie des Sophokles kantig, ohne viel Zierrat. In rasanten 100 Minuten wird das Dunkelste ans Licht gebracht.

Die Zombies sind los im Landestheater Linz. Ein riesiger Ventilator mit drei Rotorblättern hängt im Raum, fährt hoch, beginnt sich zu drehen. Da weht ein starker Wind durch Plastikplanen, die an drei Seiten die Bühne begrenzen. Es donnert. So kündigen sich rächende Götter an.

Bühnenbildner Florian Parbs hat Planken wild verstreut. Schon tauchen aus dem Gerümpel Gestalten im Halbdunkel auf. Sie sind in Müllsäcke gekleidet, schütter und strähnig das Haar, Hautfetzen hängen ihnen herunter. Wenn von höheren Mächten die Rede ist, beginnen diese Figuren mit den Zungen zu schnalzen. Und mit den Zähnen zu klappern, als wären sie schon Gerippe.