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Wien-Wahl

Tiroler FPÖ-Chef fordert mehr Fokus auf Umwelt- und Sozialthemen

Pradl Leitgeb 25 02 2018 Volksschule Pradl Leitgeb AUT Landtagswahl in Tirol 2018 Stimmabgabe
Markus Abwerzger (Archivbild)(c) imago/Eibner (EIBNER/EXPA/Jakob Gruber)
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Nach dem Wahldebakel der Wiener FPÖ geht die Diskussion um eine Neuaufstellung der Partei weiter. Markus Abwerzger will neue Themen, keine neuen Köpfe.

Der Tiroler FPÖ-Obmann Markus Abwerzger drängt nach dem freiheitlichem Debakel bei der Wien-Wahl und vor dem Bundesparteipräsidium kommende Woche auf eine breitere inhaltliche Aufstellung der Bundespartei. Die Partei müsse sich zwar nicht "neu erfinden", aber vor allem die Bereiche Soziales und Umwelt stärker in den Vordergrund rücken, sagte er. Die FPÖ ist vor allem für ihre Anti-Migrationspolitik bekannt.

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Auf einen Absturz war die Wiener FPÖ vorbereitet – die Tiefe des Falls war für sie aber dann doch überraschend. Gibt es jetzt personelle Konsequenzen? Eher nicht. Eine andere Debatte wird die FPÖ allerdings führen müssen, schreiben Iris Bonavida und Anna Thalhammer.

An Bundesparteiobmann Norbert Hofer will Abwerzger weiterhin nicht rütteln: "Es gab keine Obmanndebatte und es wird auch keine geben." Im Bereich der Sozialpolitik müsse die FPÖ vor allem die drängenden Probleme, die sich im Zuge des "Corona-Wahnsinns" ergeben hätten, deutlicher benennen. Und in der Umweltpolitik gelte es, die Verbindung von Naturschutz und Heimatbewusstsein stärker aufzugreifen.

„Palette muss größer werden“ 

"Die Palette der FPÖ muss größer werden. Vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung", so Abwerzger. Bei der Wien-Wahl habe sich die FPÖ jedenfalls "selbst geschlagen", stimmte Tirols oberster Blauer mit Klubobmann Herbert Kickl überein. Und sah die Hauptursache nach wie vor in der Spesenaffäre rund um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Dass sich die Wiener FPÖ nach dem Debakel neu aufstellen müsse, wie Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner meint, wollte Abwerzger den Wiener Parteifreunden nicht nahe legen. Er wolle nicht als Landesparteiobmann eines anderen Bundeslandes seinen Kollegen derartiges "öffentlich ausrichten".

(APA)