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Zwischenbilanz

Überraschend hoher Milliardengewinn für JPMorgan

APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
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Vor allem das Handelsgeschäft mit Aktien und Anleihen, aber auch das klassische Investmentbanking der größten US-Bank florierten. Der Gewinn der Citigroup hingegen brach um 34 Prozent ein.

Dank eines anhaltenden Booms im Wertpapierhandel hat die größte US-Bank JPMorgan Chase ihren Gewinn im von der Coronakrise überschatteten dritten Quartal überraschend gesteigert. Unter dem Strich verdiente das Geldhaus 9,4 Milliarden US-Dollar (knapp 8 Mrd. Euro) und damit um rund 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es am Dienstag in New York mitteilte.

Vor allem das Handelsgeschäft mit Aktien und Anleihen, aber auch das klassische Investmentbanking florierten. Zudem wurde die Risikovorsorge für befürchtete Kreditausfälle gegenüber den Vorquartalen stark zurückgefahren. JPMorgan legte diesmal lediglich 611 Mio. Dollar für ausfallbedrohte Kredite zurück. Analysten hatten im Schnitt mit einer Risikovorsorge von etwa 2,5 Mrd. Dollar gerechnet. Im ersten Halbjahr hatte die Bank bereits fast 19 Mrd. Dollar in die Risikovorsorge gesteckt.

Im dritten Quartal zehrten indes hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten mit mehr als einer halben Milliarde Dollar am Ergebnis. Im September hatte die US-Finanzaufsicht CFTC JPMorgan wegen angeblicher Preismanipulationen bei Edelmetall- und Anleihekontrakten eine Strafe von 920 Mio. Dollar aufgebrummt.

Die Coronakrise hat bei der US-Bank Citigroup im dritten Quartal tiefe Spuren hinterlassen. Der Gewinn brach um 34 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd. Euro) ein, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte. Die niedrigen Zinsen, höhere Belastungen durch Kreditausfälle sowie eine 400 Millionen Dollar schwere Strafe wegen verschiedener Verfehlungen setzten der Citigroup zu.

Die Konzernerträge schrumpften um 7 Prozent auf 17,3 Milliarden Dollar, obwohl die Citigroup wie die Konkurrenz von einem florierenden Aktien- und Anleihenhandel profitierte. Doch als einer der größten Kreditkartenanbieter der USA spürt die Bank, dass die Kunden angesichts der gestiegenen Arbeitslosigkeit seltener die Kreditkarten zücken.

Der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock hat nach dem Tiefstand der Finanzmärkte im Frühjahr infolge der Coronapandemie von deren Erholung profitiert. Das verwaltete Vermögen stieg so im dritten Quartal auf 7,81 Billionen Dollar (6,6 Bill. Euro), nach 7,32 Billionen im Vorquartal und 6,96 Billionen vor Jahresfrist, wie Blackrock mitteilte. Der Nettogewinn schnellte um 27 Prozent auf 1,42 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen