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Ausstellung

Azteken: Adler und Opfer, Ästhetik und Alltag

Dem Totengott hängen Leber und Galle, nimmt man an, aus dem Gerippe. Hinten links der Gott des Windes.KHM-Museumsverband
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Wiener Weltmuseum. Spektakulär ist die erste Azteken-Ausstellung in Österreich seit 1987. Der Zauber besteht trotz antikolonialistischer Aufklärung.

Die schillernden Vogelfedern auf runden Schildern, das Blasen des steinernen Windgottes aus spitzem Mund, die Dunkelheit des aufgerissenen Mauls einer gefiederten Schlange. Der dumpfe Knall, mit dem der schwere Kautschukball auf die steinernen Hüftgürtel der Spieler schlägt. Und, natürlich, Menschenblut: Schnell läuft der innere Hollywoodfilm ab, hat man sich in der europäisch überlieferten Bildwelt der Azteken (nicht Mexica, wie sie selbst sich nannten) verloren, mitten in dieser sehr dunklen, aber immerhin nicht zugigen Ausstellung im Weltmuseum.