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Wachau

Traditionsweingut verlässt Vinea Wachau

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Weil die Kategorisierungen der Vinea Wachau nicht auf die neue DAC-Verordnung abgestimmt wurden, verlässt das Weingut F.X. Pichler die Winzervereinigung.

Hochwertige Weine aus der Wachau erkennt man oft an den Bezeichnungen „Steinfeder“, „Federspiel" und „Smaragd“, die dem Konsumenten Anhaltspunkte zu Geschmack und Restzuckergehalt der Flasche liefern. Zurückführen lassen sich die Kategorisierungen auf die Winzervereinigung Vinea Wachau, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts besteht und mittlerweile 200 Mitglieder zählt. Das Traditionsweingut F.X. Pichler wird auf ebendiese Bezeichnungen künftig verzichten und aus der Vereinigung austreten.

Mit Jahrgang 2020 tritt für die Weine der Wachau nämlich die neue DAC-Verordnung in Kraft, welche die Bezeichnung von Herkunftsweinen reglementiert. „Wir sind mit der DAC-Regelung insgesamt durchaus einverstanden, wenngleich wir es bedauern, dass Traditionssorten wie Gelber Muskateller oder Neuburger keine Lagenbezeichnungen mehr tragen dürfen, sondern nur als Gebiets- oder Ortswein ohne Lage gefüllt werden dürfen“, so Lucas Pichler vom Weingut F.X. Pichler.

Setzt man hier also in erster Linie auf die Vermarktung der Herkunft, hält man in der Vinea Wachau immer noch an Kategorien fest, die sich am Zuckergehalt orientieren und laut Pichler „obsolet“ geworden sind. Auch seine Funktion als Vinea Vorstand legt Winzer Lucas Pichler zurück. Er habe versucht den restlichen Vorstand von einer Erneuerung des Systems mit dem Inkrafttreten der neuen DAC-Verordnung zu überzeugen und sei gescheitert.

(sir)