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Coronavirus

Facebook verbietet Anzeigen gegen Impfungen

imago images/Müller-Stauffenberg
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Eine Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Verschwörungstheorien und Impfskepsis gibt. Die Sperren von Facebook sollen impfkritische Beiträge nicht betreffen.

Nach verschärften Regeln für Hassrede und der Ankündigung, Holocoaust leugnende Beiträge zu sperren, geht Facebook nun einen Schritt weiter. Künftig sollen auch jene Seiten verboten werden, die sich gegen Impfunen aussprechen. Die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig "vorbeugendes Verhalten" zum Schutz der Gesundheit sei, betonte der Konzern. Kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema seien von den Sperren ausgenommen.

Den Betreibern der großen Onlinenetzwerke wird immer wieder vorgeworfen, Impfgegnern eine weite Verbreitung ihrer Botschaften zu ermöglichen. Facebook plant nach eigenen Angaben nun auch eine Kampagne in den USA, in der für Grippe-Impfungen geworben werden soll.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Wissenschaftsstudie zeigt, dass der Glaube an solche völlig unbelegten Theorien die Bereitschaft zu Impfungen deutlich senken kann.

Falschbehauptungen werden für „bare Münze“ genommen

Für die Untersuchung wurden Umfragen in den USA, Großbritannien, Irland, Spanien und Mexiko vorgenommen. Demnach lehnt zwar die Mehrheit der dortigen Menschen Verschwörungstheorien zum Coronavirus ab, doch nehmen "erhebliche Teile" der Bevölkerung diese Falschbehauptungen für bare Münze, heißt es in der im britischen Fachmagazin "Royal Society Open Science" veröffentlichten Studie.

Die in diesen Ländern am stärksten verbreitete Verschwörungstheorie zu der Pandemie ist demnach, dass das neuartige Virus absichtlich in einem Labor der chinesischen Stadt Wuhan hergestellt worden sei. In Wuhan war das Virus erstmals festgestellt worden. In Großbritannien und den USA glauben nach Angaben der Forscher jeweils 22 bis 23 Prozent der Befragten an diese Verschwörungstheorie.

Die Studie habe zudem einen "klaren Zusammenhang" zwischen dem Glauben an Verschwörungstheorien und der Skepsis gegenüber Impfstoffen gezeigt, sagte Ko-Autor Sander van der Linden. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei den Befragten im Allgemeinen die Bereitschaft zur Teilnahme an künftigen Corona-Impfungen umso geringer war, je mehr sie Verschwörungstheorien anhingen.

 

(APA/DPA)

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