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Kritik

Neues Album von Sufjan Stevens: Himmelfahrt mit Synthesizer

Der Songwriter Sufjan Stevens hat New York den Rücken gekehrt.(c) Asthmatic Kitty/Evans Richardson
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Mit „The Ascension“, dem Nachfolger zu seinem Meisterwerk „Carrie & Lowell“, kann Songwriter Sufjan Stevens nicht restlos überzeugen. Es gibt zu viel Mittelmaß.

Was kommt nach dem Tod? Für Sufjan Stevens ist es „The Ascension“, Christi Himmelfahrt. So heißt sein neues Album. Auf dem Vorgänger „Carrie & Lowell“ verarbeitete der Singer-Songwriter den Tod seiner psychisch kranken Mutter, sagte Goodbye zu „my little loon“ und dichtete „We're all gonna die“ zum Refrain. Niederschmetternd und großartig. Fünf Jahre ist das schon her. Untätig war der produktive Musiker nicht: Er schrieb das zarte Liebeslied „Mystery of Love“ zu Luca Guadagninos Film „Call Me by Your Name“ (2017) und wurde damit für einen Oscar nominiert. Mit seinem Stiefvater Lowell Brams, dem Ex-Mann seiner Mutter, nahm Stevens das im März erschienene Album „Aporia“ auf, das sich mit seinen New-Age-Synthesizern anhört wie ein Soundtrack zu einem Film, den es nicht gibt.