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Standortanwalt

Wirtschafts-Wünsche an die neue Stadtregierung

Mit einer „Symbiose aus öffentlichen und privaten Investitionen“ sei der Weg aus der Krise möglich, so Biach.Clemens Fabry
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Ein Konjunkturprogramm für sechs Milliarden sei in Wien notwendig, so Standortanwalt Alexander Biach.

Der Standortanwalt der Wiener Wirtschaftskammer, Alexander Biach, hat einen Plan für die nächsten fünf Jahre – und damit für die zukünftige Stadtregierung – vorgelegt. Wien brauche eine „Allianz zum Wohle von Standort, Arbeitsmarkt und Wirtschaft“, so Biach. Dies müsse in der Krise „oberste Priorität“ der nächsten (noch nicht feststehenden) Koalition in Wien sein.

Wirtschaftswachstum und die Wiederbelebung des Arbeitsmarktes seien dringend notwendig. In einem Hintergrundgespräch am Mittwoch benannte er Projekte, die vorangetrieben werden müssten. Mit einer „Symbiose aus öffentlichen und privaten Investitionen“ sei der Weg aus der Krise möglich.

Lobautunnel & „Grätzelmillion“

Sechs Milliarden Euro sollten demnach in Bauprojekte in Wien investiert werden. Die meisten davon sind alte Bekannte: So soll das Geld etwa in die Realisierung des Lobautunnels, des Tiefgaragenprojektes am Heldenplatz und in den Ausbau der Straßenbahn fließen. Das Programm zur Erweiterung der Straßenbahn bis nach Niederösterreich wurde erst vor wenigen Tagen bekannt: Biach hat hierfür einen Gesetzesvorschlag vorbereitet, er fordert Geld vom Bund für die bessere öffentliche Anbindung. Auch in den Flughafen, so der Plan, sollen trotz Pandemie 60 Millionen investiert werden – in den Bau eines Office Park. Im Gesundheitsbereich müsse man „kluge Investitionen“ setzen, etwa in den Ausbau von Forschungslaboren. Für jeden Bezirk müsse außerdem jährlich eine „Grätzelmillion“ zur Verfügung gestellt werden, um den öffentlichen Raum zu modernisieren.

Die Projekte würden sich durch Rückflüsse aus Steuern und Abgaben langfristig selbst finanzieren, so Biach. Durch die Projekte könne man fast 46.000 Jobs in Wien und in Österreich insgesamt rund 71.800 Jobs schaffen, so die Berechnung. Derzeit sei jeder sechste Wiener arbeitslos, besonders dramatisch sei die Situation für Jugendliche und im Dienstleistungssektor.