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MAN-Warnstreik: "Steyr hat das nicht verdient"

OBER�STERREICH: PROTESTMARSCH DER MAN-BESCH�FTIGTEN IN STEYR
OBER�STERREICH: PROTESTMARSCH DER MAN-BESCH�FTIGTEN IN STEYR(c) FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM (FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM)
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Grund war die Aufkündigung der Standortgarantie für das Werk in Steyr. Mindestens 4000 Teilnehmer haben laut Betriebsrat am Protestmarsch teilgenommen.

Steyr/München. Laut Betriebsrat mindestens 4000 Leute
haben am Donnerstag in Steyr gegen die drohende Schließung des
MAN-Werks protestiert. Lautstark und mit Unterstützung zahlreicher
Sympathisanten hielten die Beschäftigten einen Warnstreik samt
"öffentlicher Betriebsversammlung" am Stadtplatz ab, um sich gegen
den möglichen Verlust von 2.300 Jobs zu wehren. "Das hat Steyr nicht
verdient", war auf Plakaten zu lesen.

Die Belegschaft marschierte um zwölf vom Werksgelände in
Richtung Stadtplatz, wo sie eine halbe Stunde später einzog und
unter Applaus u.a. von Kollegen der voestalpine und von BMW
empfangen wurde. Der Protestmarsch wollte scheinbar nicht enden,
laute Hupen und Tröten unterstützten die Demonstranten akustisch.
"Die Eigentümer treibt nur die Gier, deshalb kämpfen wir heute
hier", war etwa auf einem Banner der Gewerkschaft PRO-GE zu lesen.

25 Bürgermeister der Region hätten sich solidarisiert, die MAN
Belegschaft führe den Kampf nicht allein, sagte Bürgermeister Gerald
Hackl (SPÖ) zu Beginn. Diktatorische Abgehobenheit habe es noch nie
bei MAN gegeben, das habe die Belegschaft nicht verdient, so der
Stadtchef wörtlich. Zur Kundgebung wurden u.a. auch
GPA-djp-Vorsitzende Barbara Teiber, PRO-GE-Vorsitzender Rainer
Wimmer, SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner,
Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) sowie Soziallandesrätin
und SPÖ-Landeschefin Birgit Gerstorfer erwartet.

Im September hatte das Management des MAN-Konzerns die Standort-
und Beschäftigungsgarantie für Steyr mit seinen 2300 Mitarbeitern
aufgekündigt. Ende 2023 droht damit die Schließung. Betriebsrat und
Gewerkschaft wollen gegen die Kündigung des Vertrags klagen - mit
unklaren Erfolgsaussichten.

(APA)