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Debatte um Statue: Nackte Medusa als Symbol der #MeToo-Bewegung?

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Die Medusa-Statue wurde schon 2008 erschaffen - lange vor #MeToo(c) APA/AFP/GETTY IMAGES (Michael M. Santiago)
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Vor dem Gerichtsgebäude in New York, in dem Harvey Weinstein verurteilt wurde, steht eine neue Statue. Sie sorgt für Kritik, auch weil ein Mann sie erschaffen hat.

Zwei Frauen-Statuen sorgen in New York für Debatten. Eine der Statuen steht vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan, in dem unter anderem der frühere Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen verurteilt wurde. Das Kunstwerk stellt die Medusa aus der griechischen Mytholgie dar. Sie hält in der einen Hand ein Schwert, in der anderen einen abgeschnittenen Männerkopf und ist nackt.

Die Skulptur sei als Symbol der #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Gewalt ausgewählt worden, sagte ihr Erschaffer, der argentinische Künstler Luciano Garbati. Bald wurde Kritik an dem Kunstwerk laut: Warum ausgerechnet eine von einem Mann erschaffene Skulptur ausgewählt worden sei, fragten zahlreiche Menschen in den sozialen Medien. Noch dazu, wo die Skulptur bereits 2008 erschaffen worden sei - und damit lange vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung.

Andere wunderten sich, warum die Figur den abgetrennten Kopf des Perseus hält: Der Held aus der griechischen Mythologie hatte Medusa enthauptet. Die Kritiker hätten es passender gefunden, würde sie den Kopf des Poseidon halten: der Sage nach ihr Liebhaber, oder - anders interpretiert - auch ihr Vergewaltiger.

The unveiling for the Mother Cabrini statue
Die Nonne Franziska Xaviera Cabrini war 1946 heilig gesprochen worden(c) REUTERS (CARLO ALLEGRI)

Einige Straßenblocks weiter südlich sorgte eine ganz andere neue Skulptur für Wirbel: Eine Statue der Nonne Franziska Xaviera Cabrini. Diese war im 19. Jahrhundert aus Italien in die USA ausgewandert, hatte sich zeit ihres Lebens vor allem für Einwanderer einsetzte und war 1946 als erste US-Amerikanerin heilig gesprochen worden.

Die Statue wurde von Gouverneur Andrew Cuomo der Öffentlichkeit übergeben. Damit widersetzte sich Cuomo einer Initiative von Bürgermeister Bill de Blasio, mit dem er seit Jahren im Streit liegt. Diese setzt sich zwar für mehr Statuen von Frauen in der Millionenmetropole ein, hatte Cabrini aber nicht auf der Liste.

(APA/dpa)