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Budget

Integration: Verpflichtende Wertekurse werden verlängert

Susanne Raab
Susanne Raab(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Integrationsministerin Raab hat im kommenden Jahr ein Budget von 103 Millionen Euro zur Verfügung.

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) kann gemäß Budgetvoranschlag 2021 im kommenden Jahr über 103 Millionen Euro verfügen, um 35 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. 28 Mio. Euro davon sind zwar Umschichtungen aus dem Arbeitsressort und für Deutschkurse gebunden, mit dem Rest will sie aber weitere Schwerpunkte setzen, wie sie am Freitag ausführte. Unter anderem sollen die verpflichtenden Werte- und Orientierungskurse verlängert werden.

Raab machte diese Ankündigung beim Besuch einer solchen Veranstaltung beim Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Wien-Landstraße. Nachdem sie die Teilnehmer mit "Grüß Gott" begrüßt und ihnen ehrenamtliches Engagement und die Kontaktaufnahme zu Österreichern nahegelegt hatte, nannte sie in einem Medienstatement ihre Pläne. Die seit 2017 verpflichtend vorgesehenen Wertekurse, derzeit mit acht Stunden verankert und bisher 35.000 mal besucht, sollen deutlich verlängert werden. Auf wie viele Stunden, ist noch offen.

Als weitere Schwerpunkte führte Raab den Kampf gegen Antisemitismus, die Vermittlung von Flüchtlingen zum ehrenamtlichen Engagement, die Stärkung von Frauen mit Migrationshintergrund, Elternkurse sowie die Bekämpfung von Extremismus durch die Dokumentationsstelle zum politischen Islam an.

„Dorthin gehen, wo Arbeitsmöglichkeiten bestehen"

Raab räumte ein, dass es durch die Coronakrise für Flüchtlinge derzeit am Arbeitsmarkt oder beim Ehrenamt schwer sei. "Integration lebt davon, dass Menschen in Begegnung kommen", sagte sie. Weil es sich aber um einen langfristigen Prozess handle, arbeite man aktuell am Stärken und Vorbereiten. Wenn der persönliche Kontakt wieder möglich sei, könne man dann wieder voll durchstarten.

Bezüglich Jobs plädierte die ÖVP-Ministerin dafür, junge Menschen, die erst kurz in Österreich sind, von Wien auf andere Bundesländer zu verteilen, etwa zu freien Lehrstellen in Tirol und Vorarlberg. Wenn man noch nicht verwurzelt und dadurch flexibel sei, hielte sie es für "sinnvoll, dass man dorthin geht, wo auch die Arbeitsmöglichkeiten bestehen".

(APA)