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Interview

Breitling-Manager Kern: "Sie können kein Omelett kochen, ohne ein Ei zu zerschlagen"

Am Puls der Zeit: Breitling-Boss Georges Kern mit der neuen "Chronomat B01 42" mit Copper-Zifferblatt.
Am Puls der Zeit: Breitling-Boss Georges Kern mit der neuen "Chronomat B01 42" mit Copper-Zifferblatt.(c) Thomas Buchwalder
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Seit drei Jahren ist Georges Kern Chef der Uhrenmarke Breitling. Ein Gespräch über Imagewandel, neue Werte und seine besondere Beziehung zu Wien.

Lassen Sie uns über Luxus sprechen: Zu meiner Schulzeit galt ein Golf Cabrio als Luxus. Das zeigt einerseits, dass ich ein älteres Baujahr bin, es macht aber auch klar, dass sich der Luxusbegriff verändert hat. Wie definieren Sie ihn heute?

Sie haben recht, der Luxusbegriff hat sich sehr gewandelt, und Corona hat diese Wandlung massiv beschleunigt. Das Virus und seine Auswirkungen waren sozusagen der Katalysator in dieser Entwicklung. Was in der Vergangenheit cool war, ist heute teilweise überhaupt nicht mehr angesagt.

Könnten Sie etwas konkreter werden?

Wenn man sich die letzten Jahrzehnte anschaut und ein Auge auf den traditionellen Luxus wirft, dann ist dieser natürlich noch immer existent. Es gibt noch Marken, die diese Art von Luxus weiterleben, bei dem es für den Konsumenten eine Ehre sein soll, gewisse Brands zu kaufen und sich deren Image umzuhängen. Aber dieser Luxus, ich nenne ihn mal "alter Luxus", ist vom Aussterben bedroht. Mittlerweile befinden wir uns auf einer Art Mittelweg, auf dem es um Interaktionen mit dem Kunden geht. Man sollte auf den Kunden zugehen, relaxter und cooler sein. Der Luxus von morgen lautet "Inclusive Luxury".

Was bedeutet das genau im Fall von Breitling?