Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl

Keine Betreuungsmöglichkeit in der Ferienwoche

Gesetz. Mit den neuen Herbstferien passt sich Österreich an 20 weitere EU-Länder an. Betreuung, wie zu Ostern, gibt es nun keine.

Wien. Mit der Einführung von bundesweit einheitlichen Herbstferien soll die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Schule optimiert sowie eine lange Unterrichtsperiode im Wintersemester vermieden werden – das zumindest verspricht das Bildungsministerium auf dessen Website.

Tatsächlich ist Österreich eines der wenigen EU-Länder (acht von 28), die bisher keine bundesweit einheitlichen Herbstferien eingeführt haben. In einzelnen Bundesländern wurden zwar bereits – unter Ausnutzung bestehender rechtlicher Möglichkeiten – unterrichtsfreie Perioden im Herbst geschaffen, diese variierten aber von Schuljahr zu Schuljahr. Das allerdings führte regelmäßig zu Problemen für Eltern und Erziehungsberechtigte mit mehreren Kindern an unterschiedlichen Schulen.

Nun sind die Tage zwischen 27. und 31. Oktober gesetzlich als Herbstferien festgelegt. Dazu werden die bisher schulfreien Dienstage nach Ostern sowie Pfingsten in normale Schultage umgewandelt.

Eine „Opt-out“-Möglichkeit erlaubt es den Bildungsdirektionen allerdings, die Herbstferien entfallen zu lassen. Diese Möglichkeit ist jedoch vor allem für (Tourismus-)Schulen gedacht, die durch Praktika im Sommer später mit dem Schuljahr beginnen und keinen Bedarf an frühzeitigen Ferien haben.


Schulen bleiben zu

Anders als in den heurigen Osterferien wird es in den jetzigen Herbstferien, trotz der vielerorts angespannten Coronasituation, keine Betreuungsmöglichkeit geben. Entgegen zuletzt anderslautenden Berichten von Wiener Schulen, ist es diesen (zumindest jenen, die über ihr Öffentlichkeitsrecht dem Bildungsministerium unterstellt sind) nicht erlaubt, autonom darüber zu bestimmen, die freien Tage für das Aufholen von (im Lockdown) versäumtem Stoff zu nutzen. „Die Herbstferien sind Ferien“, heißt es dazu auf „Presse“-Anfrage aus dem Bildungsministerium. (juwe)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2020)