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Interview

Verschwörungstheorien: "Die Leute sind extremer geworden"

October 16, 2020, Barcelona, Catalonia, Spain: A cook wearing a Guy Fawkes mask takes part in a protest against harsher
Eine Person mit Guy-Fawkes-Maske bei einem Protest gegen die Verschärfung von Coronaregeln in Barcelona (Archivbild)imago images/ZUMA Wire
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Experte Michael Butter von der Universität Tübingen glaubt an keinen großen Zuwachs bei Verschwörungstheoretikern.

Warum sind Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus so populär?

Das hat damit zu tun, dass Verschwörungstheorien eine Antwort auf Unsicherheit und Kontrollverlust sind. Sie sind vor allem bei Menschen verbreitet, die sich machtlos fühlen, die das Gefühl haben, sie hätten keinen Einfluss auf politische Entscheidungen, auf gesellschaftliche Prozesse; bei Menschen, die schlecht mit Ambivalenz umgehen können. Verschwörungstheorien suggerieren eine vermeintliche Sicherheit. Sie sagen: „Die stecken dahinter, das haben sie vor und da soll es hinführen, dies und jenes wird noch passieren“, und für viele Menschen ist das offensichtlich leichter zu ertragen, als Zufall und Chaos zu akzeptieren.

Ist es denn so, dass mehr Menschen mittlerweile Verschwörungstheorien anhängen?