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Immobilien

Mieten in Wien steigen vor allem innerhalb des Gürtels

(c) Die Presse/Clemens Fabry
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In Simmering gab es einen Preisrückgang.

Wien. Wer in Wien eine Mietwohnung sucht, muss heuer oft wesentlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Die stärkste Teuerung bei Neuvermietungen gab es in Ottakring mit einem Plus von sieben Prozent auf 13,90 Euro pro Quadratmeter, wie aus einer Erhebung des Immobilienportals immowelt.at hervorgeht. In Mariahilf waren um sechs Prozent mehr zu bezahlen.

Es gibt aber auch Bezirke, in denen es deutlich billiger wurde: In Simmering gingen die inserierten Angebotspreise für Wohnungen in den ersten drei Quartalen gegenüber der Vorjahresperiode um sechs Prozent zurück, in Brigittenau um zwei Prozent, in Meidling, Alsergrund, Hietzing und Floridsdorf um je ein Prozent. In der Mietpreisanalyse wurden die inserierten Angebotspreise in den 23 Wiener Bezirken von Jänner bis September 2020 mit dem Vorjahreszeitraum verglichen. Am teuersten wohnt es sich den Angaben zufolge in der Inneren Stadt mit Quadratmeterpreisen von 17,50 Euro (plus vier Prozent). Für großflächige Altbauwohnungen seien Gesamtmieten von rund 3000 Euro keine Seltenheit. Nach Bezirken betrachtet folgen auf die Innenstadt Neubau, Landstraße und Donaustadt (alle mit gut 15 Euro pro Quadratmeter) als nächstteuerste Bezirke.

Als Grund für die steigenden Mieten gibt das Immo-Portal an, dass in Wien nach wie vor sehr viel gebaut werde. Die hochwertig ausgestatteten Immobilien drängten auf den Markt und trieben die angebotenen Gesamtmieten nach oben. Bei vielen dieser Objekte handle es sich zudem um frei finanzierte Mietwohnungen, die von den Mietobergrenzen der Stadt ausgenommen seien.

Aufgrund der hohen Baupreise sind die Mieten von Wohnungen mit Erstbezug den Angaben zufolge deutlich höher als von bestehenden Wohnungen. In der Folge steige das gesamte Preisniveau. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.10.2020)