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Nagetier-Plage: Förster erklären Biber zur Delikatesse

Biber Plage Delikatesse
Symbolbild Biber(c) AP (Barry Batchelor)

In Litauen haben sich Biber derart vermehrt, dass die Förster im Kampf gegen die Plage auf die Hilfe von Gourmets setzen: Geräucherter Biberschwanz wird als "wahre Delikatesse" angepriesen.

Die litauische Forstverwaltung plant, der Bevölkerung den Verzehr von Biberfleisch schmackhaft zu machen. Damit wollen sie die Verbreitung der Holz fällenden und Damm bauenden Nager in den Griff kriegen. Der in Vilnius erscheinenden Tageszeitung "Lietuvos Zinios" zufolge haben sich die Tiere in den vergangenen 15 Jahren zum Ärger der Förster stark vermehrt.

Die erst kürzlich von der Regierung eingeführte Erlaubnis zur uneingeschränkten Zerstörung von Biberdämmen sei keine ausreichende Maßnahme, hieß es seitens der Forstverwalter. Ein Förster aus der westlitauischen Region Kretinga sagte, richtig zubereitet sei geräucherter Biberschwanz eine "wahre Delikatesse".

Gourmet-Plan in Helsinki fehlgeschlagen

Ein ähnlicher Versuch, die Kaninchen-Plage in der finnischen Hauptstadt Helsinki durch das Anpreisen als "ethisch wertvolles Nahversorger-Lebensmittel" zu mildern, scheiterte vergangenes Jahr unter anderem an einer Niedlichkeits-Kampagne der Boulevardzeitungen. Die "City-Kaninchen" wurden in der Folge vom Helsinkier Magistrat durch eine unauffällige Jagd- und Tötungsaktion ohne nachträgliche kulinarische Verwertung dezimiert.

(APA)