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Großprojekt

Microsoft baut Cloud-Rechenzentrum um eine Milliarde Euro in Österreich

Microsoft-Österreich-Chefin Dorothee Ritz kündigt eine Großinvestition an
Microsoft-Österreich-Chefin Dorothee Ritz kündigt eine Großinvestition anAPA/ROLAND SCHLAGER
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Österreich wird künftig eine von insgesamt 64  Rechenzentrumsregionen sein, kündigte Microsoft-Österreich-Chefin Dorothee Ritz an. Cloud Computing soll direkt und indirekt 29.000 neue Jobs schaffen.

Der US-Technologiekonzern Microsoft will in den nächsten zwei bis vier Jahren rund eine Milliarde Euro in sein erstes Cloud-Rechenzentrum in Österreich investieren. Österreich werde damit eine von künftig insgesamt 64 solcher Rechenzentrumsregionen sein, kündigte Microsoft-Österreich-Chefin Dorothee Ritz am Dienstag in einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) an.

Der Marktforscher IDC habe den gesamtwirtschaftlichen Nutzen eines solchen Rechenzentrums für die nächsten vier Jahre mit mehr als 2 Milliarden. Euro berechnet, sagte Ritz. "Das ist ein dringend benötigtes Wirtschaftswachstum und schafft zusätzliche 29.000 Arbeitsplätze in den nächsten vier Jahren." - nicht nur bei Microsoft selbst, sondern auch bei Kunden und lokalen Partnerfirmen.

Es werde sich um mehrere Rechenzentren handeln, die sich gegenseitig sichern, erklärte Ritz, die genauen Standorte könne man jedoch aus Sicherheitsgründen nicht verraten.

Die Sicherheit müsse auf jeder Ebene der Cloud gewährleistet sein. Um diesem Prinzip gerecht zu werden, biete Microsoft mehr als 90 Zertifizierungen und investiert jährlich eine Milliarde Euro für die Sicherstellung von Cybersicherheit aus. Weiters unterstützt die österreichische Rechenzentrumsregion von Microsoft Unternehmen bei der Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und hilft Kunden auch bei der Speicherung von Daten in Österreich. Zu diesen zählen neben der Austrian Airlines unter anderem auch die Raiffeisen Bank, die Porsche Holding und auch die RHI Magnesita.

Bis 2025 sollen die Rechenzentren zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie versorgt werden, versicherte das Unternehmen während der Pressekonferenz.

Einen speziellen steuerlichen Anreiz für die Investition erhalte Microsoft nicht, sagte Schramböck. Microsoft stünden aber die allgemeinen Förderungen zur Verfügung, etwa die Investitionsprämie von 14 Prozent für digitale Investitionen.

"Unser erklärtes Ziel ist es, eines der besten Länder Europas im Bereich der Digitalisierung zu sein", sagte Kurz, "weil wir wissen, dass unsere Wirtschaft, unsere Industrie nur wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn wir in diesem Bereich besonders gut aufgestellt sind."

(APA/bagre)