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Leserstimme

Zauberflöte: Die Inszenierung ist Kindern nicht zuzumuten

Die Inszenierung an der Volksoper ist für Kinder äußerst verstören, schreiben zwei Leser.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Am 17. Oktober erlebte ich die Premiere der neuen Produktion der "Zauberflöte" an der Volksoper und kann der Rezension von Walter Weidringer in manchen Punkten zustimmen. Die Inszenierung ist bunt, unterhaltsam und opulent, der Einsatz von Puppen zwar etwas inflationär, aber verkraftbar. "Die Zauberflöte" gilt als Einstiegsoper für Kinder, die erfreulicherweise im Publikum zahlreich vertreten waren. Die Direktion Robert Meyer hat sich ja immer wieder um jüngere Publikumsschichten bemüht, umso mehr war ich schockiert, dass die Handlung als brutale kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Terroristinnen der Königin der Nacht und der paramilitärischen Truppe des Sarastro dargestellt wird. Ich bezweifle, dass der Rezensent die gesamte Vorstellung gesehen hat, denn den absoluten Tiefpunkt bildete im zweiten Aufzug das grausam dargestellte Massaker im Laufe der Feuer- und Wasserprüfungen (auf die normalerweise besonders die Kinder immer schon neugierig warten).

Eine solche Inszenierung ist für Kinder äußerst verstörend und diesen überhaupt nicht zuzumuten! Kinder (und nicht nur diese!) erwarten sich aufregende Prüfungen, aber keine Anhäufung von hingemetzelten Toten! Ich konnte mehrere Erwachsene mit Kindern beobachten, die den Zuschauerraum angesichts dieser Brutalitäten verlassen haben!

So gesehen wurde leider eine Chance vertan.

Margarete und Reinhard Schachermeier, 1170 Wien