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Roganomics

Nicht ganz auszuschließen ist von seinem Naturell her, dass Markus Rogan doch noch einmal in der Politik auftaucht.

In Deutschland gibt es nun wegen Corona ein Beherbergungsverbot. In Österreich könnte sich das Sebastian Kurz niemals erlauben. Zu Weihnachten wäre die Hölle los. „Die ÖVP ist nicht mehr christlichsozial!“, würde es heißen. Legt man die Bibel wörtlich aus, war es allerdings eh nur ein Stall ohne Wellnessbereich.

Schwierigkeiten, irgendwo unterzukommen, wird künftig auch Markus Rogan haben. In den Medien wurde schon darüber spekuliert, dass er nun auch von Fluglinien gesperrt werden könnte und er somit nicht wieder von den USA nach Israel oder Österreich fliegen dürfte. Wobei das bei Rogan nicht so das Problem ist: Er kann ja schwimmen.

Nicht ganz auszuschließen ist von seinem Naturell her – nach einer coronabedingten Cooling-down-Phase –, dass Rogan doch noch einmal in der Politik auftaucht. Die Grundvoraussetzung brächte er mit: Er weiß vieles besser (wobei: Da könnte er ja auch gleich Journalist werden), hat einen gesunden Egoismus, eine gewisse Rücksichtslosigkeit und scheut auch den Sprung ins kalte Wasser nicht. Liest er noch das eine oder andere Buch in Sachen Makroökonomie, kann er als Begründer der „Roganomics“ in die Geschichte eingehen.

Bis dahin schupft noch Sebastian Kurz den Laden. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2020)