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Innovation

Die Boys und Marie haben die Krise eingekocht

Die Boys und Marie werden nächsten Sommer sicher wieder irgendwo aufpoppen.(c) Die Presse/Clemens Fabry
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Weil sie im Sommer keine Praktikumsplätze bekamen, gründeten sie einfach ein Pop-up-Restaurant.

Sie sind zwischen 17 und 19 Jahre alt, gehen großteils noch zur Schule und wurden diesen Sommer doch so etwas wie ein Synonym für „Krisenbewältigung“. Dafür erhielten Die Boys und Marie den Sonderpreis der Wirtschaftskammer in der Kategorie Innovation im Rahmen der Prämierung der „Österreicher des Jahres“.

Moritz Pennetzdorfer, Ian Straight, Marvin Sumaric-Steininger, Nathanael Iles und Riccardo Regvart besuchen die Tourismusschulen in der Bergheidengasse bzw. Wassermanngasse in Wien. Alle standen im Frühling vor dem gleichen Dilemma. Aus ihren tollen Praktikumsplätzen wurde nichts. Die Restaurants sagten allesamt aufgrund der Coronapandemie ab. Was dann geschah, steht in großen Lettern auf ihrer Homepage: „Wir schaffen uns unseren Praktikumsplatz selbst!“

Mit Unterstützung ihrer Eltern, ihrer Lehrer und vieler Sponsoren stampften sie in wenigen Wochen ein eigenes Pop-up-Restaurant aus dem Boden. Fürs Service und den Empfang kam ihnen Marie Söllhammer zu Hilfe. Die Boys und Marie waren perfekt. Als Location fand sich ein ehemaliges Priesterwohnheim in der Wiener Ungargasse. Das Ergebnis war schräg, chillig und kulinarisch anspruchsvoll.

Seit Ende September drücken die Boys wieder die Schulbank. Aber so viel verriet Moritz Pennetzdorfer bei der Preisverleihung im ORF-Radiokulturhaus: „Wir werden nächstes Jahr wieder irgendwo aufpoppen.“ Mehr wird vorerst nicht verraten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2020)