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Leitartikel

Trumps Kapitel in der Geschichte ist noch nicht fertig geschrieben

Donald Trump.
Donald Trump.(c) APA/AFP/MANDEL NGAN
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Wäre Trump immer so höflich aufgetreten wie zuletzt im TV, fiele seine Beurteilung durch Historiker weniger negativ aus, als Twitter vermuten lässt.

Er kann auch anders. In der jüngsten TV-Debatte gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden versuchte sich Donald Trump in Höflichkeit und Fairness. Inhaltlich blieb er zwar angriffig und mitunter polemisch, aber er ließ meist ausreden, hörte zu, war wesentlich ruhiger als in der vergangenen Debatte. Ja, er lobte sogar die Journalistin. In der Rückschau könnte Trump sogar etwas lernen: Es geht auch mit Kinderstube. Sein Satz zu Biden „Sie sind doch seit Jahrzehnten in der Politik, warum haben Sie die Pläne, die Sie immer vorstellen, nicht längst umgesetzt?“ funktionierte besser als jede aggressive Attacke. Und: Seine Korruptionsvorwürfe gegen Biden wegen dessen in jedem Fall äußerst peinlich auftretenden Sohns Hunter mögen nicht sehr gehaltvoll sein. Wir stellen uns ganz kurz vor: Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wäre mit osteuropäischen Geschäftspartnern und -praktikern ähnlich aufgefallen wie Hunter Biden, die halbe Welt würde „Impeachment“ brüllen.