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ÖBB-Strecke

Millionenbetrug beim Semmering-Basistunnel

Millionenbetrug bei der ÖBB (Symbolbild)
Millionenbetrug bei der ÖBB (Symbolbild)Die Presse/Clemens Fabry
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Baumaterialien im Wert von mehr als 2 Millionen Euro sollen von einer Baustelle abgezweigt und unter der Hand verkauft worden sein.

Beim Bau des Semmering-Basistunnels soll es zu einem millionenschweren Betrug gekommen sein. Baumaterialien im Wert von mehr als 2 Mio. Euro sollen von einer Baustelle abgezweigt und unter der Hand verkauft worden sein. "Ermittelt wird gegen acht Beschuldigte wegen Betrugs und Untreue", sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Leoben, Andreas Riedler, dem "Kurier" (Sonntagsausgabe). Die Staatsanwaltschaft wolle noch heuer Anklage erheben, heißt es in dem Bericht.

Geschädigt wurde durch den Betrug das Marti-Tunnelbaukonsortium und somit die öffentliche Hand als Auftraggeber für den Semmering-Basistunnel. Die ARGE hatte von den ÖBB den Zuschlag für den sieben Kilometer langen Tunnelabschnitt Grautschenhof zwischen Mürzzuschlag und Spital am Semmering bekommen.

Der Chefeinkäufer der Baustelle soll gemeinsam mit Komplizen tonnenweise Ziegel, Beton, Baustahl und andere Materialien abgezweigt und weiterverkauft haben. Auch gegen Zulieferfirmen wird wegen ausgestellter Scheinrechnungen ermittelt. Die Vorgänge blieben lange unentdeckt und fielen erst auf, als im Jahr 2018 rund 300.000 Liter Diesel von der Baustelle verschwanden.

ÖBB: „Haben keinen finanziellen Schaden erlitten“

Die ÖBB betont am Sonntag, dass den Bundesbahnen als Auftraggeber des Bauprojekts und damit auch der öffentlichen Hand kein finanzieller Schaden entstanden sei.

Die ÖBB seien bereits von geraumer Zeit von der Firma Marti über den Betrugsverdacht informiert worden, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. "Eine umgehend eingeleitete Revision seitens ÖBB kam zum Ergebnis, dass die ÖBB-internen Prüfsysteme funktioniert haben." Weitere Details könne man nicht kommentieren, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Laut Zeitungsbericht wurden von einer Baustelle Materialien im Wert von mehr als 2 Mio. Euro abgezweigt und illegal weiterverkauft. Die Staatsanwaltschaft Leoben ermittelt gegen acht Beschuldigte wegen Betrugs und Untreue.

(APA)