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Millionenbetrug beim Semmering-Basistunnel: Diesel abgezweigt

Archivbild aus einer früheren Bauphase des Semmering-Basistunnels.
Archivbild aus einer früheren Bauphase des Semmering-Basistunnels.APA/ROBERT JAEGER
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Die Polizei berichtet von 300.000 Liter Diesel, die von einem Mitarbeiter weiterverkauft worden sein sollen. Die Ermittlungen gehen bis April 2018 zurück.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich hatte Mitte April 2019 eine Transportfirma aus dem Bezirk Neunkirchen die Anzeige erstattet, dass einer ihrer Mitarbeiter im Verdacht stehe, Dieseltreibstoff einer ARGE beim Bau des Semmering-Basistunnels ohne deren Wissen auf eigene Rechnung weiterzuverkaufen. Die Ermittlungen wurden in der Folge vom Landeskriminalamt übernommen. Sie gehen bis April 2018 zurück.

Der Polizei zufolge sollen 300.000 Liter Diesel abgezweigt worden sein. Zudem sei festgestellt worden, dass führende Beschäftigte der ARGE neben den groß angelegten Treibstoffverkäufen zum Nachteil ihres Arbeitgebers auch Baumaterialien im Wert von mindestens 1,9 Mio. Euro bestellt hatten. Die Verrechnung sei über den Arbeitgeber erfolgt. Das Material sei an andere Baustellen geliefert und dort verarbeitet worden. Die Beschuldigten hätten auch eigene Firmen gegründet, über die sie die Bestellungen abgewickelt hätten.

Laut Landespolizeidirektion Niederösterreich wurden alle involvierten Mitarbeiter der ARGE nach Bekanntwerden der Causa vom Schweizer Mutterkonzern gekündigt. Sie seien zu den Vorgängen teilweise geständig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Leoben wird gegen acht Beschuldigte wegen Betrugs und Untreue ermittelt.

(APA)