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Cannabis

CBD: Streit um das Kraut

Der Verkauf von CBD-Produkten ist seit Jahren ein blühendes Geschäft. Die EU-Kommission will den Stoff jetzt als Suchtmittel einstufen, die Branche läuft dagegen Sturm.

Das Geschäft mit dem grünen Kraut boomt. 2017 eröffnete der erste CBD-Shop in Österreich. Seither ist der Markt regelrecht explodiert. Heute gibt es österreichweit etwa 400 derlei Läden, in denen Öle, Tees und Kosmetika auf Hanfbasis verkauft werden. Dazu kommen mehr als hundert Verkaufsautomaten. CBD ist neben Tetrahydrocannabinol (THC) der bekannteste Inhaltsstoff der Cannabispflanze.

Im Gegensatz zu THC ist der Wirkstoff allerdings nicht berauschend. In Österreich unterliegt CBD daher weder dem Arzneimittel- noch dem Suchtmittelgesetz. 2018 wurden die bis dahin recht lockeren Regeln für CBD-Händler und -Produzenten erstmals verschärft. Die damalige Gesundheitsministerin, Beate Hartinger-Klein (FPÖ), hatte dem weitgehend unkontrollierten Markt den Kampf angesagt. Gemäß einem Erlass der Ministerin ist in Österreich seit Dezember 2018 der Verkauf von Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln mit CBD-haltigen Extrakten nicht mehr erlaubt. Der befürchtete Einbruch der Branche blieb aber aus. Die Hersteller kennzeichnen ihre Produkte seither nicht mehr als Lebensmittel oder Kosmetika, sondern vertreiben diese fortan als Aromaprodukte.